[mp3 url="http://www.meetinx.de/wordpress/wp-content/uploads/2008/05/reisefuhrer.mp3"]ADC 2007 – Silber: Reiseführer[/mp3]
Der ADC (Art Directors Club) präsentiert jedes Jahr weiterhin die besten Werber und ihre dazugehörigen Projekte. Im Jahr 2007 hat eine Werbung in der Kategorie “Audiovisuelle Medien: Funkspots” SILBER gewonnen, die es wahrlich in sich hat. Die Buchhandlung Cohen & Dobernigg wirbt hier für ihr Geschäft und für die große Auswahl an Reiseführern. Und wer fällt einem bei dem Wort “Führer” am ehesten ein? Natürlich Adolf Hitler. So ist die Werbung besonders deswegen so auffällig, weil sie seinen Stil imitiert und seine Aussagen für die Insel Madeira übernimmt.
Es gab und gibt im Netz viele kritische Stimmen wegen dieser Werbung. Schließlich handelt es sich hier um einen Tyrannen, der Millionen von Menschen umgebracht hat. Gleichwohl hat gerade die Comedy aber auch der Film in den letzten Jahren Adolf Hitler immer wieder ins Spiel gebracht und ist mit seinen Eigenarten teilweise lustig (z.B. Stromberg), teilweise aber auch tragisch umgegangen (z.B. Film “Der Untergang”). Ich persönlich halte diesen Werbespot für super gelungen und überhaupt nicht verwerflich. Natürlich öffnet man erst einmal den Mund und ist geschockt. Aber bei mir war es nicht ein Ausdruck der Empörung, eher der Überraschung. Und meiner Ansicht nach ist dieser Werbespot mit Adolf Hitler sehr gut gelungen. Er hat vor allen Dingen etwas erreicht: Aufmerksamkeit. Und das ist nun einmal das Ziel eines jeden Werbespots. Glückwunsch an die Macher von FLEMMING PFUHL.
NHB
Buchhandlung Cohen und Dobbernigg







mal davon abgesehen dass mir der zusammenhang reiseführer/adolf hitler überhaupt nicht erschließen will
ausser der doch etwas abwegigen antwort:
“Und wer fällt einem bei dem Wort “Führer” am ehesten ein? Natürlich Adolf Hitler.”
finde ich den spot alles andere als praktisch gut umgesetzt.
& bin auch erstaunt dass dieser spot einen preis erhalten hat, wenngleich ich auch vorher schon bemerkt habe dass nicht alles was der adc so prämiert in meinen augen qualitativ gut ist.
desweiteren geht es nicht vordergründig in der werbung darum aufmerksamkeit zu erregen, sondern seine dienstleistung oder sein produkt zu verkaufen, an den mann zu bringen.
ja, dies erreicht man – wenn man es denn gut macht – dann auch mit provokativer werbung.
um es kurz zu machen:
weder besonders anspruchsvoll kreativ (doofer text, weder präzise knackig, noch generell knackig, deshalb viiiel zu lang für’s radio), noch originell (hitler-witzchen sind sowas von 1990, verwerflichkeit hin oder her) und völlig an der thematik vorbei.
das wäre zu entschuldigen, we n n in irgendeiner anderen form originell.