Man muss sich diese Zahl mal auf der Zunge zergehen lassen: 2200 Milliarden Dollar. Das ist der Betrag, von dem der Internationale Währungsfonds (IWF) mittlerweile ausgeht, wenn es um die Verlustschätzung der internationalen Bankenlandschaft im Zusammenhang mit der Finanzkrise geht. Das die Wirtschaftskrise noch lange nicht vorüber ist sieht man auch daran, dass der IWF im vergangenen November noch von “lediglich” 1400 Milliarden Dollar Verlust ausgegangen ist. Der IWF geht davon aus, dass die Staaten auch weiterhin für die Verluste einstehen müssten, da kaum Investoren bereit und überhaupt vorhanden wären, um diese gigantische Lücke zu füllen.
Der IWF spricht sich auch direkt für weitere Staatseingriffe aus. Um diese Abwärtsspirale zu stoppen, müssten die Regierungen die Banken von faulen Krediten befreien. Ansonsten könnte es mit der Weltwirtschaft weiter bergab gehen. Wie schlimm es momentan schon aussieht, zeigt sich bei der Prognose für das globale Wachstum für das Jahr 2009. Das wird laut Schätzungen lediglich 0,5 Prozent weltweit betragen – so wenig, wie seit 1945 nicht mehr. Für die Euro-Zone sieht es wohl noch schlechter aus. Hier gehen die Schätzer von einem Verlust von 2,0 Prozent aus. Deutschland steht mit einem Verlust von 2,5 Prozent auch nicht besser da.
Es ist schon sehr krass zu sehen, wie viel Macht die große Bankenlandschaft auf der ganzen Welt mittlerweile hat. Jahrelang erwirtschafteten sie einen Milliardengewinn nach dem Anderen. Da wurden die Bankchefs und Fondsmanager mit Millionenbeträgen honoriert. Direkt nach den Bonizahlungen erwirtschafteten die Luxusautohäuser Rekordumsätze und es wurden rauschende Partys und Feste gefeiert. Das Geld wurde aus dem Fenster geworfen weil es ja angeblich im Überfluss vorhanden war. Und das ist nicht nur in den USA so gewesen sondern auch in Deutschland. Gerade in Frankfurt, wo ich ja einen Großteil meines Lebens gelebt habe, war dies genauso. Zurückhaltung war noch nie die Stärke von Banken. Umso heftiger ist nun das große Gejammere nach dem Staat, der doch alles wieder richten soll. Meiner persönlichen Ansicht nach, sollten die Verursacher (und das sind die Chefs der großen Banken und die direkten Abteilungsleiter einzelner Bereiche) persönlich haftbar gemacht werden für das, was sie fabriziert haben. Und damit meine ich keine Geldbußen sondern Gefängnis. Gerade wenn sie angeblich die großen Wirtschaftschecker sind, hätten sie wissen müssen, dass eine Geldquelle nicht ewig sprudelt. Aber wie man an so vielen Dingen sieht: Ab einer gewissen Geld- bzw. Verdienstmenge ist man vor dem Gesetz eben nicht mehr gleich.






Schlimm wenn man die Fakten zusammengefasst in so einem Beitrag liest. Klar gibt es täglich etliche Berichte in Zeitungen, doch was wirklich dahintersteckt wird auch oft verschwiegen.
Ich bin in ziemlichen vielen Punkten deiner Meinung, nur die Frage wann dies ein Ende nimmt, interessiert mich wohl noch brennender, als was mit den Schuldigen passiert. Aber diese Frage wird so schnell wohl auch leider nicht beantwortet werden können.
Das ist eine gute Frage Sambra. Wann nimmt das alles ein Ende? Ich glaube ein Ende nimmt das Ganze erst dann, wenn Manager UND Politiker verstehen, dass sie eine ungeheuer große Verantwortung haben und dementsprechend handeln. Solche Menschen gibt es auch heute schon aber leider in viel zu geringer Anzahl.