Alkohol? Kenn dein Limit! Seit einiger Zeit läuft insbesondere in den deutschen Kinos aber auch vermehrt im deutschen Fernsehen die neue Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Aber auch auf diversen Plakatflächen rund um die Innenstadt kann man immer wieder die neuen Kampagnenmotive sehen. Im Gegensatz zu diversen Kampagnen der BZgA in den vergangenen Jahren halte ich diese Kampagne für extrem gut gelungen. Sie spricht die Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen genau in ihrer Sprache an, macht ihnen auf den Bildern nicht sofort Vorwürfe und auch die Kampagne selber ist überhaupt nicht abstoßend. Sie zeigt generell Menschen in einer vertrauten, tollen Atmosphäre wie sie Spaß haben, trinken und tanzen. So, wie es in der Realität täglich viele Millionen Male in Deutschland auch passiert.
“Alkohol? Kenn dein Limit” ist eine gelungene Kampagne die nicht mit dem Finger darauf zeigt, dass man keinerlei Alkohol mehr trinken sollte sondern es geht eben darum das man wissen sollte, wann man aufzuhören hat. Es muss nicht immer so viel sein, dass man in seiner eigenen Kotze aufwacht, sich betrunken ins Auto setzt und gar nicht mehr weiß, was man tut. Sicherlich: Wahrscheinlich wird der größte Teil der jungen Menschen in Städten solch eine Erfahrung mal machen wie es ist, betrunken zu sein. Vielleicht gehört das zum Erwachsen werden auch dazu (ich war ja selber etliche Male richtig betrunken). Aber man sollte sich stets im Griff haben.
Auf der Webseite www.kenn-dein-limit.de (eine Schwesterkampagne) finden sich sehr viele gute Informationen zu dem Thema. Schon alleine der Eingangstext zeigt, dass sich die Macher Gedanken darüber machen und den Alkohol nicht einfach so verteufeln:
Die Rolle des Alkohols in unserer Gesellschaft
Alkohol gehört bei vielen Gelegenheiten in unserer Gesellschaft für die meisten einfach dazu. Alkoholische Getränke sind bei Geselligkeiten, Feiern und Festen aller Art kaum wegzudenken. Der Wunsch nach Entspannung ist ein weitverbreiteter Grund für den Konsum alkoholischer Getränke.
Alkohol wirkt desinfizierend, ätzend und berauschend – Eigenschaften, die sonst kaum in einer anderen Substanz gleichzeitig vorkommen. An dieser Aufzählung der Eigenschaften von Alkohol wird gleichsam deutlich, in welch unterschiedlichen Bereichen des alltäglichen Lebens Alkohol in unserer Gesellschaft einen Platz erobert hat.
Gegen den Konsum alkoholischer Getränke bei Erwachsenen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Alkohol ist – in sehr geringen Maßen genossen – für gesunde Erwachsene nicht gesundheitsschädlich. Zugleich aber ist allgemein bekannt:
Im Übermaß getrunken, schadet Alkohol der Gesundheit und macht abhängig. Neben den Folgen für der Gesundheit hat Alkoholmissbrauch häufig auch Auswirkungen auf das Leben der Angehörigen. Jährlich sterben in Deutschland zwischen 42 000 und 74 000 Frauen und Männer direkt oder indirekt durch den Genuss von Alkohol.
Die Hauptkampagne findet man unter www.kenn-dein-limit.info mit zahlreichen weiteren Materialien und Informationen. Daumen hoch an die Macher dieser Kampagne und an die BZgA – gefällt mir sehr gut.








Na da kann ich ja beruhigt sein, denn ich trinke kein Alkohol in solchen Mengen. Einzig und allein mal 1-2 Glas Sekt auf einer Familienfeier, welche selten sind. Sonst kein Alkohol, nur Wasser. :-D
Den Test hätte ich nicht zu meinen aktiven Zeiten machen dürfen. Heute ist es dann eher mal ein Gläschen Wein und ich trinke eher mal ein alkoholfreies Bierchen und mir wird schon vom Wort FLATRATESAUFEN schlecht.
In deinem Artikel ist zu lesen: “in sehr geringen Maßen genossen – für gesunde Erwachsene nicht gesundheitsschädlich” was so formuliert für Laien auch etwas anderes suggerieren kann, nämlich das Alkohol in geringen Mengen “Gesund” sein kann! Und das ist m.E. nach falsch! Es ist z.B. der Traubensaft der Gesund ist, und nicht die Trauben unter Zusatz von Alkohl im Rotwein :-(
Was ich eben vergaß … einerseits finde ich die Kampagne im TV auch gut, aber es passt nicht zusammen das der nächste Werbespot … Hol dir dein T-Shirt mit nur 6 Kästen Bier … darauf folgt, sry :-( #fail
@LexX Noel: Ich trinke schon mal ein wenig mehr aber das wirklich sehr selten. Gestern Abend hatte ich 2 Bier und da habe ich den Alkohol schon gemerkt. Also so richtig besaufen kommt bei mir auch nicht mehr vor.
@Reik: Wein und Bier…sehe ich genauso Reik. Gerade Wein finde ich sehr entspannend, lecker und angenehm. Aber natürlich in Maßen.
So richtig “Saufen” habe ich nie gemacht, mir ergab sich irgendwie nie dessen Sinnhaftigkeit. Ich kann auch OHNE Alkohol und andere “Legale” Drogen eine menge Spass haben und gut drauf sein. ;-)
Die Kampagne ist wirklich gut gelungen, das muss man schon sagen. Denn solche Aktionen sind notwendig, um den Wandel der Jugendlichen, die sich auf Partys “bis zum umfallen betrinken”, entgegenzuwirken.
Jedoch ist es auch unproduktiv, die Promotion dann laufen zu lassen, wenn anschließend eine Bier-Werbung folgt, wie schon “ralf.endres” erklärt hat.
Finde ich gut die Kampagne und werde ich demnächst auch mal bei meinem Freizeitportal aufarbeiten.
Bei mir kam übrigens raus, dass ich zumindest einmal in einer Risikosituation war. Dummer Fehler im Fragebogen:
Es wird zwar abgefragt, ob man mal mit jemandem im Auto gesessen hat, der Alkohol konsumiert hatte, nicht aber, ob die Person gefahren ist und/oder man selbst mitfuhr ;-)
Was mich stört…
Der Fragebogen auf der Webseite hat wieder typische “Psychologen-Fragen” drin. Ich denke wenn man eine solche Kampagne aufbaut, die gezielt Jugendliche ansprechen soll, dann sollte man sich auch sprachlich auf darauf einlassen.
[...] Alkohol? Kenn dein Limit: Video-Kampagne der BZgA – meetinx (MX) [...]
Als trockene Alkoholikerin brauche ich nicht mehr auf mein Limit zu achten.
Das habe ich schon vor Jahren überschritten und nun gestoppt