
Eine tolle Idee hatten die Macher der WELT KOMPAKT, als sie verschiedene Blogger zu sich eingeladen haben, um ein Experiment zu vollziehen: Blogger werden Redakteure – für einen Tag. In der heutigen Zeit, in der sehr viele Blogger meinen, der klassischen Print-Industrie immer wieder neue Ratschläge zu geben war dieser Einfall mal ganz erfrischend. Was passiert eigentlich, wenn die neue “Macht von morgen”, wie sich manche Blogger gerne bezeichnen, mal tatsächlich die Aufmerksamkeit einer großen Leserschaft bekommen? Was kommt dabei heraus?
Ich persönlich war schon sehr gespannt, wie sich die dafür eingeladenen Blogger denn so schlagen würden. Anfang Juni wurden von den beteiligten Bloggern lange Postings verfasst. Eigentlich war es so wie immer: Die Blogger-Szene feiert sich selbst und kaum einen außerhalb der Szene interessiert es wirklich. Denn so und nicht anders scheint es sich einen Tag nach dieser Aktion abgespielt zu haben. Wirklich interessiert haben sich kaum Menschen dafür. Weder im Netz (also unter den Bloggern) noch die Menschen, die am gestrigen Tag ihre Zeitung gekauft haben. Ich habe von einigen Leuten gehört, dass die WELT KOMPAKT von gestern weder aktuelle Inhalte zu bieten hatte noch den journalistisch qualitativen Anspruch, der in eine Tageszeitung gehört. Aber für mich liegen die Probleme bei dieser Aktion ganz woanders:
1) Blogger sind keine Journalisten
Ich frage mich schon seit langer Zeit, wo viele Blogger die Arroganz hernehmen, Journalisten anzugreifen und sie zu verbessern, obwohl diese ihren Beruf von Grund auf gelernt haben und täglich einsetzen. Die wenigsten Blogger haben eine journalistische Ausbildung und haben in den meisten Fällen nicht mal kommunikative Ausbildungen oder Fortbildungen genossen. Im Internet ist das nicht weiter schlimm. Hier ist das Anspruchsdenken in den meisten Fällen nicht allzu groß. Im Gegenteil: Meist wird hier auch erwartet, dass die Blogger eine etwas persönlichere Schreibe haben, um die Persönlichkeit des Einzelnen stärker hervor zu heben. Blogger können Journalisten nicht ersetzen. Sie haben weder die Kontakte bzw. Vernetzungen, noch die objektive Ansicht, die bei einer Berichterstattung notwendig ist. Journalisten unterliegen einem Codex, Blogger hingegen nicht. Eine Zeitung von Bloggern wird daher meiner Ansicht nach nie das werden, was sich der Großteil der Menschen daraus erhofft: Eine wirkliche Weiterentwicklung mit der Beibehaltung aller bisherigen positiven Punkte und der Hinzufügung weiterer interessanter Details.
2) Persönliche Empfehlungen anstatt objektive Qualität
Ein Großteil der Blogger, die für dieses Projekt ausgewählt wurden, kamen meiner Ansicht nach durch persönliche Empfehlungen und Vernetzungen zustande, bei der das Kriterium “Qualität” nur eine untergeordnete Rolle gespielt hat. Es ist schon lustig zu sehen, dass mindestens einer, wenn nicht sogar mehrere Blogger “im echten Leben” hauptberuflich für Unternehmen des Axel-Springer-Konzerns arbeiten und dann – natürlich rein aus Qualitätsgründen – ausgewählt werden, um bei dieser Aktion mitzumachen. Ich will niemanden hier damit zu Nahe treten aber in Deutschland gibt es meiner Ansicht nach definitiv einige verdammt gute Blogger mit gutem Sprachgebrauch und qualitativem Anspruch, aber nur wenige dieser Leute waren bei dieser Aktion vorbei. Anstatt dessen ein Sammelsurium an Bekannten, Marktschreiern und 08/15-Blogs, die sonst in der Blogosphäre mal wirklich gar keine Rolle spielen. Kein Wunder das die Qualität der Inhalte leidet und das Bild der Blogger in der Gesellschaft meiner Ansicht nach eher schlechter geworden ist als vorher. Oder es ist gleich geblieben: Von kaum Interesse hin zu weiterhin kaum Interesse.
3) News von gestern anstatt News von morgen
Es wurde ja der Anschein erweckt, dass alle Blogger am 30. Juni nach Berlin kommen und dann gemeinsam die Zeitung von Null auf erstellen. Natürlich war dem nicht so. Die Artikel waren fast allesamt schon geschrieben, die Themen waren klar, die Fokussierung deutlich. Eigentlich hätte dieses Experiment besser auf ein Magazin gepasst anstatt auf eine Tages(!)zeitung wo Menschen eher erwarten, was Aktuelles zu lesen anstatt irgendwelche Infos von gestern oder allgemeine Themen. Keinerlei Struktur in der Zeitung, keine einheitliche Linie in der “Berichterstattung” und leider keine Themen, die Menschen wirklich bewegen. Einen Tag nach der historischen Wahl unseres neuen Bundespräsidenten hätte ich mir schon gewünscht, dass dieses Thema etwas deutlicher aufgegriffen wird. Aber leider Fehlanzeige. Auch sonst kam die aktuelle Berichterstattung sehr kurz. Rechts oben hieß es dann “Blogger News” – ob das reicht? Mir nicht.
4) Altbekannte Themen neu verpackt
Wenn ein Blogger heute über das Thema Zensur in den Medien schreibt, über Politiker die twittern oder über Facebook, dann sind das in den meisten Fällen Informationen, die jeder schon kennt, der regelmäßig diese Inhalte konsumiert. Für mich sind diese Infos nichts Neues. Und auch in Zeitungen sind sie nichts Neues. WELT KOMPAKT, Spiegel, Süddeutsche und Co. haben schon allesamt mehr als einmal darüber berichtet. Sicherlich kann man das auch immer wieder tun, als eine Nachricht neben vielen aktuellen Anderen. Wenn man sich jedoch dazu entschließt, eine Tages(!)zeitung mit solchen Inhalten zu füllen, dann sind sie definitiv fehl am Platz. Ich persönlich hatte bei keinem Artikel das Gefühl, was wirklich Neues zu lesen. Ganz im Gegensatz zu den Inhalten, die ich sonst so bei der WELT KOMPAKT lese. Ich will mich über das Neueste informieren und nicht alte Themen erneut von teilweise mittelmäßigen Bloggern neu verpackt wissen.
Mein ganz persönliches Fazit
Blogger sind hier in Deutschland bei Weitem nicht so weit, wie es in anderen Ländern wie in USA ausschaut. Hier wird eine Coolness mit irgendwelchen vermeintlichen Leitfiguren der Bloggerszene erfunden, die so gar nicht existiert. In Deutschland gibt es kaum Blogger, die für sich alleine wirklich Einfluss auf das Tagesgeschehen haben. Sie werden von den Medien hoch gejubelt weil es aktuell cool ist, Blogger hoch zu jubeln. Ob das nun ein Sascha Lobo oder ein Robert Basic ist. Sicher, es sind auf ihre Art gute Blogger aber sie repräsentieren keinesfalls die gesamte Gruppe von Bloggern in Deutschland. Sie repräsentieren nicht einmal einen kleinen Teil davon. Sie repräsentieren nicht mich. Und: Blogger sind auf der einen Seite – zumindest hier in Deutschland – zu großen Teilen auf ihre eigene Welt fixiert. Sie sind egoistisch, reden aber davon, sich zu vernetzen. Sie bemängeln fehlende Verlinkungen, machen es aber selber nicht. Sie wollen sich zusammenschließen, dann aber doch am Liebsten alles alleine machen.
Ich habe wirklich lange Zeit den Gedanken vertreten, dass wir hier was gemeinsames, was Tolles aufbauen können, uns organisieren, mit einer Stimme sprechen und etwas bewegen können. Auch die vermeintlich großen Stimmen der Szene, die von den klassischen Medien immer als die Leitbullen genannt werden, haben eingestimmt und wollten sich mit einbringen. Was dabei heraus gekommen ist, ist leere Luft. Und das nicht nur einmal sondern leider viel zu oft. Die meisten Blogger haben das kapiert und ziehen mittlerweile ihr eigenes Ding durch mit wenigen bekannten oder unbekannten Bloggern an ihrer Seite. Die klassischen Medien haben das nur noch nicht kapiert und leben weiterhin ihren Hype, dass Bloggen irgendwann einmal die Journalistik ersetzen könnte und das es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das passiert.
Meine Meinung: Blogger ersetzen die klassischen Medien nicht. Sie ersetzen keine Redaktionen, keine Reporter, keine Presseagenturen. Was sie jedoch tun, ist sie zu ergänzen mit einer Stimme aus der Bevölkerung. Persönliche Meinungen und Reaktionen. Ideen und Feedback und das manchmal leise, manchmal aber auch mit lauter Kraft und starkem Getöse.
Facebook, Twitter, Blogs und Co. sind eine innovative Bereicherung der Gesellschaft. Sie geben jedem einzelnen Menschen die Möglichkeit, dass seine Stimme gehört wird, dass sein Schicksal nicht einfach untergeht. Das merkt man an solchen Aktionen wie “Greenpeace vs. KitKat”, “Suche Anne” oder dem Phänomen “Gauck”. Blogger unterstützen diese Inhalte und sie werden von mehr und mehr Menschen wahr genommen und auch akzeptiert. Die große Kraft kommt hier in Deutschland nicht von Bloggern sondern von sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. Und wer meint, er wäre was Besseres, ist entweder wirklich verdammt gut (und sicher gibt es davon einige) oder verdammt dumm. In den meisten Fällen ist es Letzteres.
Die Aktion von WELT KOMPAKT war mutig und ich sage “DANKE”
Ich lobe die Macher der WELT KOMPAKT ausdrücklich für ihre Idee und für ihren Mut, so etwas zu machen. Sicherlich einmalig in Deutschland aber meiner Ansicht nach hat man sich bei der Überlegung überhoben. Die falschen Berater für so eine wichtige und tolle Aktion und leider keine wirkliche Innovation, was ich eigentlich erwartet hätte. Ich hoffe, die WELT KOMPAKT und andere Medien werden solche Experimente immer mal wieder durchführen. Vielleicht irgendwann mal wieder von Bloggern aber vielleicht auch mal mit anderen Bereichen. Dann bitte aber mit den richtigen Beratern, einer guten Konzeption und natürlich auch den richtigen Leuten.
Innovation tut immer gut und Mut wird belohnt. Die WELT KOMPAKT hat nicht umsonst eine der besten Kampagne des vergangenen Jahres in Deutschland gestartet. Daumen hoch für die Idee und für den Mut. Die Umsetzung hätte jedoch besser sein können. Aber nicht schlimm: Vodafone hat mit der Beratung durch professionelle Blogger ja selber schon Schiffbruch erlitten. Von dieser Kampagne und der Idee dahinter hat man danach auch nichts mehr gehört ;-)
Übrigens: Es gibt noch einen sehr schönen Artikel von HORIZONT.NET zu dem Experiment. Definitiv lesenswert.







Ja ja… wenn die blogger nicht mal Die welt Kompakt mit qulitativen Content füllen… vielleicht können die es ja noch mal mit der Bild versuchen.. oder dem Apotheken Magazin.. oder sie hören einfach auf zu schreiben und helfen mit, das Internet zu säubern.. :-)
@Alper, der Artikel gefällt mir sehr gut. Ehrenhaft das du darüber geschrieben hast.
@Thema, Blogger sind in der Masse mutig und stark, können aber als Einzelner nur selten überzeugen. Stellt man einem Hobby-Journalisten eine Aufgabe, so stellt man schnell fest, dass die Meisten keinen Biss haben. Selbstständige neigen dazu etwas stur zu sein und immer selber bestimmen zu wollen.
@Nico: So negativ würde ich das gar nicht sehen. Aber Presse wie BILD und WELT KOMPAKT ist halt immer noch etwas Anderes als zu bloggen.
@Le Mag: Vielen Dank :-) Ich will ja hier niemanden persönlich angreifen oder Ähnliches. Ist halt meine Meinung zu dem Thema. Sicher bin ich kritischer als andere Leute aber mein Anspruch ist bei Print-Magazinen und Journalistik eben immer noch höher als bei Bloggern.
Da hast du echt einiges auf den Punkt gebracht Alper. Nachdem ich heute Vormittag ein wenig Zeit hatte mir die gestrige Welt Kompakt anzuschauen, war ich doch ein wenig enttäuscht. Mit Tageszeitung hatte es wenig zu tun… die Themen hätten wirklich besser in ein Magazin gepasst.
Doch ich will nicht viel meckern, war halt der erste Versuch. Hoffen wir, dass es nicht nur ein Experiment bleibt und einige andere (gute) Blogger erneut die Chance bekommen es besser zu machen…
@Alper, Kritisch bin ich auch. In meinen Augen vertragen viele nicht die Wahrheit. So kann man (leider) viele Bekanntschaften verlieren. Die Wahrheit ist hart, und noch härter wenn man damit direkt konfrontiert wird.
[...] gescheitert” vermeldet indes Meetix. “Ich frage mich schon seit langer Zeit, wo viele Blogger die Arroganz hernehmen, [...]
“Heute erscheint WELT KOMPAKT wieder in bewährter Form. Die meisten von Ihnen werden erleichtert sein. Wir sind es auch.” –
Ne is klar, noch mal Nachtreten hätte ja nicht sein müssen.
Aber ehrlich gesagt kann man ein(en) “Blog” auch sehr schlecht auf ein Printmedium übertragen. Hitzige Diskussionen können ohne eine solche Kommentarfunktion einfach nicht geführt werden und die Zeitung verkommt zu einem gewöhnlichen Stück Papier. Ich lese immer gerne Printmedien (auch welche die sich mit dem Web auseinandersetzen) doch diese Idee ist wohl nach hinten losgegangen.
Meiner Meinung nach hätten die (ausgebildeten) Journalisten eingreifen sollen um wenigstens das Layout einigermaßen gerade zu biegen. Scheint echt so, als wäre diese mieserable Umsetzung gewollt…
Danke für den ausführlichen Bericht. Die Ironie an der Geschichte. Trotz der vielen Blogs, die ich lese, habe ich von der Aktion nichts mitbekommen. Eine interessante Idee wurde wohl nicht gut umgesetzt. War vielleicht genau das die Absicht dahinter? Dann war es ein cleverer Schachzug des Verlags.
[...] meetinx konnte man im heutigen Beitrag “Das “WELT KOMPAKT”-Experiment mit Bloggern ist gescheitert – Scroll-Edition ins Abseits” lesen wie die Aktion der Welt aus Sicht von Alper Iseri schief gelaufen ist und warum [...]
Wieso wurde aus dem Begriff “Blogger” in so kurzer Zeit etwas dermaßen Hirnrissiges? Früher waren das mal wirklich mehr sowas wie Internettagebücher, und in den USA hatten diese eben zwischendurch große Erfolge, in Deutschland nicht. Was vielleicht auch dran liegt dass das Internet bei uns lange Zeit den “Kellerkindern” vorbehalten blieb.
Dieses ganze Geseusel über das “professionelle Bloggen” regt mich jedenfalls auf. Wenn ich Polit-Blogs lese dann nicht weil ich eine objektive Meinung will sondern weil mir gefällt wie der Blogger seine Meinung darstellt. In den meisten Blogs werden andere Webseiten verlinkt, auch Blogs, auch in den Kommentaren – mir persönlich reicht das als “Blogosphäre”. Ich brauche keine Institutionalisierung, und die kleinen Blogs von Personen die vielleicht nur alle zwei Monate mal einen Eintrag schreiben haben ihre eigene Form der Qualität. Man muss sie nur zu Schätzen wissen, und verstehen dass sie eine Interpretation der Informationen darstellen, während Journalisten die Informationen liefern.
Und dass Journalisten immer eine neutrale Weltsicht vermitteln ist nun wirklich nicht haltbar. Zum Einen weiß man bei den meisten Zeitungen deren politische Gewichtung, außerdem finanzieren sich die meisten Zeitungen mit durch Werbung – und wer von Werbekunden abhängig ist kann leicht in Interessenskonflikte kommen.
@Gilly: Wenn man sich den gesamten Schmiechen-Text, den Du ja auch verlinkt hast, durchliest, ist es ein launisches Fazit und kein übles Nachtreten – beachte den Vergleich mit der umgeräumten Wohnung…
@Matzek: Das Layout der Scroll Edition wurde scheinbar vorab entworfen und vorgegeben, das ist den Bloggern also nicht anzulasten.
Ich denke, Zeitungen können sich schon das ein oder andere von Blogs abschauen. Umgekehrt können sich Blogs einiges von professionellen Journalisten abschauen. Aber hoffentlich nicht so wie beim Welt-Experiment geschehen.
@Alper: Ich vermute, gemeint ist in Text und Kommentar nicht die Journalistik, sondern der Journalismus, oder? ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Journalistik
http://de.wikipedia.org/wiki/Journalismus
Blogger und Journalisten sind anscheinend zwei verschiedene die sich wohl nie wirklich treffen werden.
Dabei könnten Blog zu eine Zeitung durchaus eine Chance sein neue Leser zu gewinnen.
Ein Blog wird nie eine Zeitung ersetzen und das ist auch gut so. Es gibt zwar sehr gute und auch teilweise sehr aktuelle Blogs aber aktuelle Nachrichten holt man sich am besten aus TV/Radio/Print. TV ist dabei unschlagbar und (noch) weit vor dem Web.
Für mich sind Blogs viel eher Meinungs und Diskussionsplattformen. Während man im TV Diskussionen nur verfolgen kann ist man bei Blogs da mittendrin. Genau das machen Blogs für mich aus. Egal wie alt ein Thema auch sein mag, interessant ist was andere zu bestimmten Themen denken.
Das sind für mich Blogs!
Ich fände es toll wenn das Experiment mit den gewonnen Erfahrungen wiederholt werden würde, genug Input aus allen Lagern (Themenwahl, Layout etc pp) wäre ja sichtlich vorhanden
finde auch nicht dass es entweder blogs oder “die medien” sein sollen.. ergänzen statt vom Schachbrett schubsen wäre die Devise! :)
Toll geschrieben und auf den Punkt gebracht. Besser könnte man den Hype und die Selbsteinschätzung des Bloggens nicht beschreiben.
Für mich ist der Blog einfach eine Reflektion der Ereignisse aus dem Printbereich. Das ist auch OK so – Blogger versuchen aktuelle Themen von der jeweils eigenen Seite aufzuarbeiten, ganz selten auch mal objektiv (so wie einige Zeitungen ja auch Probleme haben Objektiv zu berichten).
Und genau deshalb lesen so viele auch in Blogs. Anscheinend bricht ab 500 Lesern am Tag aber der Übermut aus und man fühlt sich wie der König der Welt.
Nette Idee, aber ich schließe mich der allgemeinen Meinung an: Blogs werden die Medien nie ersetzen, allein schon weil die meisten von ihnen sehr subjektiv geschrieben sind.
So ein Experiment konnte allerdings auch nur eine Zeitung wie die WELT KOMPAKT wagen…
Eine wirklich interessante Aktion. ;-)
Dass das nur schief gehen konnte ist klar, mit Vorgaben und der nicht passenden Auswahl? Gab es ein Fazit der Zeitung? Würd mich mal interessieren? So wie ein Resumee, der Aktion.
Journalisten und Blogger kann man auf keinen Fall vergleichen, denke ich. Journalisten werden bezahlt, bevor sie einen Artikel schreiben, Blogger doch meist erst durch den Artikel, die Besucherzahlen, Impressionen, Banner etc..
Trotzdem ist der Reinfall etwas enttäuschend. Schreiben ist oberflächlich betrachtet, nicht gleich schreiben, das zeigt diese Aktion. Ich persönlich sehe das Anders. Kann ich schreiben, kann ich auch jedem Text, Artikel die gewollte Richtung geben, den angepassten Touch. Aber Bloggen scheint nicht gleich Schreiben zu sein?
Wie Du vorher erwähnt hast, ist das Bloggen an sich eine persönliche Weitergabe, von Erlebnissen und Gedanken. Dass das nicht reicht, um auf dem Weltplateau sich behaupten zu können, ist klar. Wer Fahhradfahren kann, fährt auch nicht direkt ein Rennen?
Unterstellen wir jetzt nicht, dass die Zeitung die Aktion extra hat scheitern lassen, um ihre Journalisten glänzen zu lassen, so warte ich gerne auf eine Widerholung und würde mir das ganze gerne mal angucken. Utopisch, aber eine Aufgabe, die Interesse weckt.
Sei`s drum.
Grüsse
Bloggen und die Schreibkunst – Die notwendige Weiterentwicklung…
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[...] wurde nicht das, was man erwarten sollte. Wer sich das Ganze mal ansehen will, hier geht’s lang : Das Welt Kompakt Experiment mit Bloggern ist gescheitert. Ich werde auf diese Aktion nicht weiter eingehen, das hat Milos auf seinem Blog [...]
Hallo,
meiner Meinung nach hat nicht jeder soviel Erfolg. Denn wer mit einer gehobener Nase rumläuft wird tief auf die Nase fallen.
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