Nachdem ich mich ja seit Beginn meines Blogs bereits mehrfach über dies und das aufgeregt habe, bin ich beim Konna auf eine sehr interessante Liste gestoßen. Er hat seine persönlichen 7 Todsünden des Bloggens zusammengestellt und da sind meiner Ansicht nach sehr interessante und richtige Inhalte zusammengekommen. Es gibt viele Dinge, die man als Blogger falsch machen kann, um sein Stammpublikum (wenn man jemals welches hatte) zu vergraulen. Basierend auf seiner Liste habe ich meine eigene der Top 10 der absoluten Todsünden des Bloggens zusammengestellt:
Todsünde Nummer 10: Layer-Ads und andere Hasswerbung
Manche Blogs sind sich ja für nichts zu schade. Da werden Layer-Ads geschaltet, die sich automatisch vor den eigentlichen Inhalt setzen, damit sie auch ja nicht übersehen werden kann. Klickt man dann auf das X öffnet sich trotzdem ein Fenster. Flucht ist zwecklos. Gleiches gilt für Werbung, die so penetrant ist, dass sie einen vom Lesefluss abhält und nur stetig ablenkt. Wer solche Werbung bei sich einsetzt ist meiner Ansicht nach hoffnungslos verloren und wird entweder bestraft durch den aktiven Einsatz von Werbeblockern oder aber durch Missachtung.
Todsünde Nummer 9: Rechtschreibung
Niemand ist sicher davor, sich mal zu verschreiben. Das ist normal und kommt gerade dann vor, wenn man auf die Schnelle ein Posting schreibt und sich hier und da ein Fehler einschleicht. Meistens merkt man schnell selber, dass da ein Fehler ist und korrigiert ihn dann auch entsprechend. Bei einigen Leuten sieht man jedoch Beiträge, die vor Rechtschreibfehlern nur so wimmeln und da mache ich mir dann doch so meine Gedanken, ob diese Person mit seinem Blog gut aufgestellt ist. Eine gute Rechtschreibung gehört für mich dazu – und wer diese nicht beherrscht kann sie erlernen. Da gibt es keine Ausreden.
Todsünde Nummer 8: Betteln
Gerade nach dem Pagerank-Update vor einigen Wochen und der steigenden Aufmerksamkeit von meetinx habe ich immer häufiger Anfragen nach Linktausch oder Linkkauf bekommen. Auch, wenn ich die Idee prinzipiell sehr gut finde, ist es doch lustig zu beobachten, wie gerade Leute, mit denen ich bislang nie oder selten in Berührung gekommen bin, auf einmal meinen, ich könnte doch einen Link auf ihr Angebot setzen. Verlinkungen gibt es bei mir grundsätzlich nur für Seiten und Personen, die ich mag und bei denen ich denke, dass sie es wert sind. Diese poste ich grundsätzlich in meinem Bereich “Best Of Blogs” oder verlinke sie in Beiträgen. Für diejenigen, die dennoch Werbung schalten möchten, werde ich die nächsten Wochen zwei Sponsorblöcke reservieren. Mal schauen, ob sie verkauft werden ;-)
Todsünde Nummer 7: Kommentare nicht beantworten
Jeder freut sich über Kommentare auf seinem Blog und doch erlebe ich es immer wieder, dass die Kommentatoren anscheinend einen Monolog halten denn der Blogbetreiber meldet sich hier und da überhaupt nicht zu Wort. Warum eigentlich? Ist es Faulheit? Oder Hochmut? Oder liegt es einfach daran, dass sich der Schreiber gar nicht dem eigenen Beitrag identifiziert oder sich gar nicht dafür interessiert? Wie auch immer. Wer seine Kommentare einfach stehenlässt ohne darauf einzugehen, wird sich bald alleine auf seinem Blog wiederfinden.
Todsünde Nummer 6: RSS-Feeds kürzen
Es gibt ja einige Blogger, die scheinen es ihren Stammlesern absichtlich schwer machen zu wollen. Da wird der Feed gekürzt, damit man die Leser ja dazu zwingt, auf die Seite zu gehen und in den Statistiken einen Besucher bzw. eine Pageimpression mehr zu erzeugen. Dabei ist das Stammpublikum bei Blogs meiner Ansicht nach werbetechnisch gar nicht so interessant, da sie im Gegensatz zu Suchmaschinennutzern recht klickfaul sind. Warum also diese absichtliche Kastrierung? Feeds, die gekürzt sind, fliegen bei mir über kurz oder lang aus dem Reader.
Todsünde Nummer 5: Vermeintliche Professionalität
Professionelle Blogs erkennt man meiner Ansicht nach meist auf den ersten oder zweiten Blick. Sie beschäftigen sich zumeist mit einem fest definierten Thema und weichen weder nach links noch nach rechts aus. Solche Blogs sind sehr interessant für denjenigen, der sich für das entsprechende Thema interessiert. Auch in meinem Feedreader sind mehrere professionelle Blogs vorhanden, die qualitativ sehr guten Content liefern. Was ich jedoch nicht mag sind Leute, die unter dem Deckmantel einer Professionalität bewusst Kompetenz vortäuschen möchten, die jedoch nicht vorhanden ist. Zumeist merkt man das an deutlichen Rechtschreibschwächen oder einer fragwürdigen Quellenangabe. Professionalität ist wichtig – ob nun Business-Blog oder Privat-Blog. Dem Schreiber muss man anmerken, dass er sich mit seinen Inhalten wirklich identifiziert. Fehlt diese Identifikation, so wirken die Beiträge nicht wie aus einem Guss und werden schnell langweilig.
Todsünde Nummer 4: Super selten bloggen
Es gibt beim Thema Häufigkeit der Postings ganz verschiedene Ansichten. Klar für mich ist jedoch: Ein Blog ist und bleibt nur dann interessant, wenn ich regelmäßig etwas zu lesen bekomme. Einzelne Seiten, die nur alle 2 Wochen mal einen Eintrag produzieren sind für mich denn auch mit der Zeit langweilig und uninteressant. Ein Posting pro Woche ist Minimum – idealerweise mindestens ein Posting alle 2 Tage. Nur dadurch schaue ich regelmäßig rein und identifiziere mich mit der Zeit mit dem Blog und mit der Person, die hinter dem Blog steht. Also Leute – es ist wie beim Sport: Die Regelmäßigkeit führt zum Erfolg.
Todsünde Nummer 3: Trackbacks abschalten
Sicher, es gibt eine Menge Spam im Netz und viele Spammer nutzen die Trackback-Funktionalität um Links zu erzeugen. Vielleicht ist das auch der Grund, warum einige Blogger die Trackback-Funktionalität ausschalten und so dem Geben und Nehmen ein Ende bereiten. Seiten, auf denen keine Trackbacks erscheinen, verschwinden nicht nur über kurz oder lang von meiner Liste sondern werden auch gar nicht erwähnt, wenn ich einen Beitrag schreibe und meine Quelle nennen will.
Todsünde Nummer 2: Schamloses Kopieren und nicht verlinken
Das Netz lebt von seiner Interaktion und von seinem Netzwerk. Gerade deswegen ist es wichtig, dass man den Leuten zeigt, wo man seine Idee oder seine Impression herbekommen hat. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt, dass man das Verlinken auch unterstützt (siehe Nummer 3). Wer Inhalte aus einer anderen deutschen oder deutschsprachigen Quelle zitiert oder seinen eigenen Beitrag zu dem Thema schreibt und sich nicht an die einfachste Regel hält, der sollte sich mal fragen, was für ihn das Wort Community überhaupt bedeutet.
Todsünde Nummer 1: Unseriösität
Ich habe es gerade in den letzten Wochen immer wieder erlebt. Da werden Beiträge so eindeutig formuliert, dass es scheinbar feststeht, dass der Autor etwas entdeckt hat, was die Welt ins Unglück stürzen wird. Die Anzahl der Ausrufezeichen belegt die Stufe der Schwafelei – je mehr, desto unseriöser. Und dann wird Panik veranstaltet basierend auf einer angeblich feststehenden Tatsache. Und warum das Ganze? Besuchergeilheit und Pageimpression-Sucht. Nichts anderes. Solche Leute sind für mich der Dreck unterm Fingernagel. Weg damit.
Dies ist meine persönliche Liste von Todsünden des Bloggens. Sicher habe ich das Eine oder Andere vergessen. Was fällt euch noch ein?







Sehe ich im Prinzip genauso, aber Punkt 7 (Kommentare) da habe ich ein wenig andere Ansichten.
In manchen Blogs ist die Kommentar-Funktion eher eine Chat-Funktion und ich denke es ist nicht immer nötig jeden Kommentar zu kommentieren. Natürlich stimmt es, dass gerade private Blogbetreiber (wie ich es selbst ja einer bin), sich über jeden Kommentar freuen und sicher muss man dann auch in irgendeiner Form Dankbarkeit zeigen, aber das mit einem Kommentar auf den Kommentar zu tun finde, halte ich für unnötig.
@René: Es geht nicht darum, dass jeder einzelne Kommentar beantwortet werden muss. Ich glaube man muss sich als Betreiber auch in den Kommentaren hier und da zu Wort melden. Bei einigen Blogs sehe ich keinerlei Rückmeldung und das motiviert ja nicht wirklich.
Mhhh, also ich stimme Dir weitestgehend zu.
Nummer 10: Die Layerads kommen häufig von Freehostern. Unschön aber für sowas gibt es Adblock Plus ;)
Nummer 9: Ist ganz ehrlich für mich ein Problem, ich hatte zwar in der Schule nie Probleme mit der Rechschreibung, aber 10 Jahre chatten und IM haben ihre Spuren hinterlassen. Meine Verlobte checkt mein Blog täglich ein mal auf Rechtschreibfehler und korrigiert diese, solange sind sie allerdings im Blog. Ist nicht schön, aber ich kanns halt nicht ändern.
Nummer 6: Ist für mich ein Grund Seiten aus dem Feedreader zu schmeißen.
Nummer 4: Naja, nun ist ja aber ein Blog nicht an professionalität gebunden, ich habe auch ein paar Blogs im Feedreader, wo die Leute Ihre Gedanken niederschreiben oder über bestimmte Projekte berichten, dies aber nur alle 1-2 Wochen tun.
Nummer 2: Auch ausländische Quellen sollten genannt werden, die wollen ja schließlich auch LinkLove :D
[...] “Totsünden” des Bloggens By dasuxullebt Zufällig habe ich vorhin auf meetinx.de (ich kann mich seltsamerweise garnicht erinnern, diesen Blog jemals meinem Feedreader geadded zu [...]
[...] Neu-Bloggern ist ein Beitrag von Meetinx nachzulegen, in dem er eine Reihe von Todsünden beim Bloggen verfasst hat. Natürlich gelten diese Todsünden nicht einzig und allein für [...]
Oh ja, die Layer-Ads xD
Die habe ich auch mal kurz probiert, wollte sie den Lesern dann aber doch nicht zumuten. Ansonsten hast Du mit den anderen Punkten so ziemlich das getroffen, was man als Blogger auf keinen Fall machen sollte. Vor Allem gekürzte Feeds nerven total!
Mal wieder ein wirklich super informativer Artikel!
Vielen Dank für den Link und die Weiterführung meiner Gedanken (Trackback ist auch angekommen und sichtbar). Im Prinzip kann ich dir in allen Punkt Recht geben, sind sehr sinnvolle Ergänzungen dabei, vor allem bei Nummer 5 und Nummer 1 sollten sich viele mal an die Nase fassen. Vielleicht auch ich selbst zuweilen. ;)
@Gilly: Also grobe Schreibfehler sind mir bislang bei dir nicht aufgefallen. Deine Verlobte scheint ganze Arbeit zu leisten ;-) Und mit Professionalität meine ich lediglich, dass ich beim durchlesen merken muss, dass die Person sich mit dem Inhalt identifiziert – ob nun privat oder beruflich. Und zum Schluss noch: Ausländische Quellen verlinke ich dann, wenn Punkt 3 beachtet wurde. Und das ist bei vielen ausländischen Quellen leider nicht der Fall.
@Floppy: Ich weiß ;-) Gut, dass du es abgeschaltet hast. Freue mich, dass dir der Artikel gefallen hat :D
@Konna: Schön das der Trackback da ist ;D Ach du – perfekt muss man nicht sein. Auch ich mache zuweilen hier oder da mal einen Fehler. Der Gesamteindruck ist es, der zählt…
gefällt mir deine zusammenstellung, werde ich mir merken ;-)
Stimme Dir vor allem in Punkt 9 hinsichtlich der Rechtschreibung voll und ganz zu!
Und entschuldige mich im gleichen Atemzug für die ganzen Schreibfehler in meinem Blog. Die gehören da hin! ;-)
Schöne Grüße
Ich bin gerade richtig froh, dass ich bei dir noch NIE angefragt hab, ob wir Links tauschen. *hust* ;)
@klaeui: Ich vergesse auch manchmal dies und das. Aber solange man es insgesamt im Rahmen hält ist doch super.
@Piet: *hehe* Bist ja Profi ;-) Manche Schreibfehler sind hier natürlich auch bewusst gesetzt. Google lässt grüßen – gebe ich ja zu. Aber insgesamt versuche ich, mich an die Regeln zu halten. Gelingt mir auch nicht immer ;-) PS: Immer nur mit (Nick-)Namen schreiben. Danke.
@Kay: Schon vergessen ;-)
Es gibt aber solche Layer Ads und solche Layer Ads. Ich nutze welche, die sich nur einmal per IP Sitzung und in 6 Stunden öffnen.
Da der Inhalt oft exklusiv ist nehmen das meine Leser in Kauf und die steigenden Besucherzahlen beweist, dass die Layers nicht immer abschrecken und man sich daran gewöhnen kann.
Ich habe das auch eine Zeitlang mit und ohne Layers getestet, um zu erfahren, ob die Layers Leser abschrecken oder die Besucherzahl abnimmt.
Was ich nicht mag, sind websites oder Blogs wo Musik automatisch gestartet wird und es keine Möglichkeit gibt diese abzuschalten.
@Millus: Layer-ADs sind gerade dann richtig Kotze, wenn sie selbst bei einem Klick auf das Schließen-Symbol ein Fenster Down-under öffnen. Gerade weil diese Art der Layer nur bei massig Seitenaufrufen überhaupt ein klein bisschen lohnt, meide ich solche Seiten wo ich kann.
Echt geile Aufstellung. Und bei jedem Punkt nickt man “innerlich” mit. Besonders Nummer 10 finde ich persönlich auch so nervig, dass ich bei so einer Seite nicht mehr weiterklicke…. Ähm, bei der Rechtschreibung sollte ich mit selber an meine “Löffeln” fassen… ;)
Gute Zusammenstellung
Ich blogge erst seit kurzem, aber zu Nummer 3 muss ich sagen, dass das auch Systemabhängig sein kann. Bei meinem System sind z.b. keine Trackbags möglich, dafür kann man aber den Trackback bei seinem Kommentar mit hinzufügen.
Nummer 10 finde ich auch echt nervig.
@Matze: Wenn du noch am Anfang stehst würde ich an deiner Stelle nachdenken, ob dein System dann andere große Vorteile bringt. Eine Vernetzung ist echt wichtig.. Später umzustellen ist wohl mehr aufwand
wo darf ich das unterschreiben? sehr gut zusammengefasst.
Vielleicht sollte man so etwas wie eine freiwillige Selbstverpflichtung von Bloggern einführen. Dann könnte man die Anderen gleich auf die Blockliste setzen.
[...] Meetinx (Punkt 6) [...]
[...] worden. Manch einem wird dabei schon Angst und Bange und ein anderer sieht dies schon als Todsünde, bisher jedoch nur für Blogger. Meine Meinung dazu ist ganz klar. Der Eine kann’s, der [...]
gute zusammenstellung! kann zwar noch relativ wenig drüber sagen weil ich quasi noch neu bin, aber das ein oder andere ist mir sicherlich eine hilfe.
Eine sehr schöne Zusammenstellung. Gefällt mir sehr.
[...] gekürzten Feeds wirklich mehr als unangenehm zum mobilen Lesen. Und ähnlich wie in Alpers Todsünden, finde ich es gerechtfertigt wenn die Leute Blogs mit gekürzten Feeds aus dem RSS Reader [...]