Viele von euch werden die berühmte Raumfahrt-Mission “Voyager 1” kennen. Diese wurde vor einigen Jahrzehnten ins All geschossen und hat der Menschheit unglaublich wichtige Erkenntnisse über unser Sonnensystem und das Universum an sich ermöglicht. Carl Sagan, einer der wichtigen Mitbegründer dieser Mission, hat die Voyager 1 nach Erreichen der Primär-Ziele einfach mal um 180 Grad drehen lassen, um einige Bilder davon zu machen, wie unsere Welt denn von dieser Entfernung gesehen überhaupt ausschaut. Das Ergebnis ist atemberaubend.

Dieses Bild wurde aus 6 Milliarden Kilometern Entfernung aufgenommen und zeigt unsere Erde inmitten einer Ansammlung weiterer Objekte. Und jetzt seien wir mal ehrlich: Fühlt man sich bei diesem Anblick nicht irgendwie vollkommen unwichtig? Wie viele Milliarden anderer Planeten muss es geben, die irgendwo im großen weiten Universum auf uns warten. Und wie wollen wir sie finden oder besser: Können sie uns finden? Chris hat seine Gedanken in sehr treffende Worte gepackt:
“Dein Planet ist Nichts. Dein Sonnensystem ist Nichts. Du bist auch Nichts. Und wenn du dich zu wichtig nimmst, dann bist du’s wirklich selber Schuld.” Zumindest hat das Bild so zu mir gesprochen.
Ein wunderschönes Video mit einigen Gedanken zur Menschheit und unserer Zukunft könnt ihr auch beim Chris auf seinem Blog sehen. Und irgendwie erwische ich mich gerade dabei wie ich aus dem Fenster blicke und wünschte, es wäre schon so weit und wir könnten durch das Universum reisen und fremde Kulturen entdecken…






Superschönes Bild, sowas in der Art hab ich noch nie gesehen.
Da werden die Relationen wie klein die Menschheit oder gar man selbst ist wirklich wieder zurechtgerückt.
Was ist daran Atemberaubend? Ein Haufen Flecken, einer davon ist etwas heller… Dass das so ungefähr aussieht – bis auf den etwas helleren Fleck – habe ich mir fast gedacht.
@Alexander: Leider ist die Qualität des Bildes nicht allzu gut. Aber aus der Entfernung kann man wohl leider auch nicht so viel erwarten. Schade ;-)
@Christoph: Prinzipiell hast du recht. Solche Bilder haben wir zu Tausenden schon gesehen. Ob nun vom Hubble-Teleskop oder von anderen technischen Entwicklungen. Allerdings ist es das erste Mal, dass ich von solch einer Entfernung die Erde selbst mal zu Gesicht bekomme. Und das ist für mich dann doch etwas ganz Besonderes…
@ Christoph: Was ist denn an der Natur so atemberaubend? Ein Haufen Grün, manches davon etwas intensiver… Dass das so ungefähr aussieht – bis auf das etwas intensivere Grün – habe ich mir fast gedacht.
Klingt ein wenig abgestumpft, was du da sagst.
@Tanja: An der Natur ist garnichts atemberaubend. Die Natur ist da. Fertig, aus. Naja, ist wohl tatsächlich abgestumpft. Es ist schon irgendwie eine technische Leistung, so ein Bild zu produzieren. Das muss man eingestehen. Ist auch interessant, das mal zu sehen. Aber eher aufgrund der Information “es gibt ein Bild von der Erde, das …”, und weniger, wegen des Bildes selbst.
Wer ist Tanja? …
Und wenn du dich von einem Regenbogen über einem hohen Wasserfall nicht mehr begeistern lassen kannst, dann finde ich das schon ein wenig befremdlich – ich finde sowas noch wunderschön. Aber ok, du wirst auch in deinem abgeklärten Weltbild glücklich sein :)
Studierst du eigtl. Mathe oder Physik oder sowas? Deine Beiträge über das Lambda-Kalkül waren für mich so verständlich wie ein Kuchenrezept auf Kisuaheli ;) Finde es immer erstaunlich, dass jemand solch ein Formelkauderwelsch wirklich durchschaut und versteht.
@Marja: Sorry, ich hab Tanja gelesen.
Ja, ich studiere Mathe. Die Lambdakalkül-Beiträge haben mir beim Lernen geholfen, richten sich aber eher an Mathematiker und Informatiker. Ich dachte mir, bevor ich mir selber eine Zusammenfassung zusammentippe, kann ich sie gleich bloggen, vielleicht profitieren ja andere Leute davon. Drum hab ich mir mal ein paar abgedrehte Posts erlaubt, man verzeihe mir ;-)
Btw: Es freut mich, dass Leute meinen Blog lesen ^^
Nunja, ich war gestern Abend etwas gestresst, habs vielleicht etwas Harsch ausgedrückt ^^.
PIch kann schon verstehen, warum einen sowas faszinieren kann, mich hat sowas früher auch fasziniert. Prinzipiell schön finde ich es auch. Aber langsam find ich sowas halt langweilig. Von der negativen Seite aus kann man das durchaus Abgedroschenheit nennen, aber ich sehe das eher positiv ein wenig in Richtung Forschergeist, etwas “neues” sehen zu wollen, was vielleicht unerwartet ist.
Ich meine, die könnten das Bild auch künstlich hergestellt haben (sollte nicht zu schwer sein), und es würde keinem auffallen.
Aber darum geht es doch gar nicht. Ich weiß auch nicht, ob der Punkt, der dort jetzt hervorgehoben ist, wirklich die Erde ist ;) Aber es zeigt dennoch die unermeßliche Unendlichkeit des Universums, das uns umgibt und das uns auf nicht mal Staubkörnchengröße reduziert. Wenn ich irgendwo etwas über mich schreiben muss, benutze ich seit Jahren einen Text, in welchem ich unter anderem sage: “Ich sah Saturn und Jupiter mit eigenen Augen und mein Herz schwankte zwischen Rasen und Stillstand.” Die Erfahrung der ungeheuren Dimensionen um uns herum wühlt mich immer wieder aufs Neue auf, weil es zwar irgendwie beschreibbar, aber dennoch nicht wirklich begreifbar ist.
Langweilig werden solche Aufnahmen für mich nie, weil ich nicht nur das sehe, was sie offensichtlich zeigen, sondern was für eine tiefere Bedeutung darin steckt. Und genauso geht es mir mit einer jedes Jahr aufs Neue blühenden Wiese – sie ist (für mich, wohlbemerkt) mehr als die Summe der einzelnen Blumen und Gräser.
Neuer Zoom für Google Maps!…
Der heißeste Neueinstieg in die Deutschen Blogcharts, Meetinx, schreibt über ein Foto von Voyager 1. Diese Sonde ist nun bald 32 Jahre unterwegs. Damit ist sie eigentlich reif für eine Abwrackprämie, fliegt aber weiterhin stur mit 17 km/Sekunde von…
@Marja: Ok. Seh ich ein. Ist eine gute Haltung, dagegen sage ich ja nichts. Nur musst du bedenken… Fast alles, was man ansieht, ist irgendwie faszinierend… Alleine meine Finger, die diesen Text hintippen, sind bereits faszinierend, und ich könnte bestimmt stundenlang darüber philosophieren… Oder über Amöben. Ich liebe Amöben. Die sind eine so seltsame Art des Lebens, das fasziniert mich einfach. Atome… Molekel… Was auch Immer…
Das Problem ist, es gibt einfach zu viel, was einen faszinieren müsste, als dass ich es noch wirklich “atemberaubend” finden kann…