Der diejährige mit 750.000 Euro dotierte Körber-Preis ging an Andre Geim für die Entwicklung einer neuen Form von Kohlenstoff. Der vom Physiker entwickelte Stoff mit dem Namen Graphen könnte eine technische Revolution bei der künftigen Verarbeitung von Mikro-Prozessoren und anderen hochtechnologischen Produkten einleiten. Laut Andre Greim ist Graphen das stabilste Material, welches sie je getestet haben.
“Graphen ist das stabilste Material, das wir überhaupt je getestet haben, es gibt kein anderes Material, das bei Raumtemperatur so leitfähig ist, es hält eine Millionen mal höhere Ströme aus als Kupfer und es leitet Wärme besser als Diamanten – und das sind nur einige Eigenschaften des Graphen”
Auf den ersten Blick hört sich das für einige Menschen vielleicht nicht so faszinierend an aber Graphen könnte tatsächlich viele Probleme lösen, mit der wir aktuell zu kämpfen haben. Unter anderem würde es das Problem Silizium vielleicht überflüssig machen, welches nur in begrenzter Menge verfügbar und schwer aufzutreiben ist. Und das Tollste ist an Graphen: Es ist ganz leicht herzustellen. Es ist Bestandteil von Graphit, welches in jedem Bleistift vorhanden ist.
Andre Geim zufolge könnte Graphen künftig Silizium-Transistoren komplett ersetzen, die heute das Herzstück aller Geräte der Unterhaltungselektronik sind: Fernseher, Computer, Handys. Überall ist Silizium verbaut. Die ersten Prototypen von Transistoren auf Graphen-Basis hat der Physiker schon entwickelt. Sie sind bereits jetzt zehnmal kleiner als vergleichbare bisherige Transistoren. Wahnsinn.
Das auf YouTube veröffentlichte Video verdeutlicht noch einmal die unglaubliche Chance, die durch Graphen verwirklicht werden könnte. Ein Stoff, der praktisch unbegrenzt verfügbar ist und auch noch leicht verarbeitet werden kann. Graphen – der Stoff für die Elektronik der Zukunft?
Weitere Informationen hierzu gibts auf der dazugehörigen Seite von 3Sat.
(via Marc Dangschat über Twitter)







Graphen: Andre Geim entwickelt revolutionären Kohlenstoff…
Der diejährige mit 750.000 Euro dotierte Körber-Preis ging an Andre Geim für die Entwicklung eine…
Silizium ist nur in begrenzter Menge verfügbar und schwer aufzutreiben? Hier spielst du wohl auf die bis vor kurzem bestehende Reinsilizium-Knappheit in der Industrie an, die durch den Aufschwung der Solarindustrie vorhanden war.
Diese Knappheit sollte inzwischen aber schon vorbei sein, da durch die hohe Nachfrage neue Reinsilizum-Produktionsstätten gebaut wurden und ansonsten Silizium eines der häufigsten Elemente überhaupt ist.
Genau das selbe wie Kosi dachte ich auch.
Silizium gibt es an sich ja zu Hauf.
Schwieriger schaut es da ja beim Aluminium aus, das häufig für die Leiterbahnen verwendet wird. Dies soll inzwischen ja sogar seltener als Gold sein.