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| 26. Januar 2009

Hausbesetzer entführen Bernd das Brot

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Bernd das Brot, der Star des ARD/ZDF-Kinderkanals ist von seinem festen Platz for dem Erfurter Rathaus von Hausbesetzern entführt worden. Hintergrund ist, dass der neue Eigentümer des Geländes, auf dem sich die Hausbesetzer breit gemacht haben, sämtliche Häuser abreißen und neue, eigene Projekte verwirklichen möchte. Die Hausbesetzer nutzen das Haus, um sich darin ihre eigene, idealistische Welt zu schaffen, so wie sie sie am liebsten sehen würden. Bernd das Brot wurde nun dafür verwendet, um Aufmerksamkeit für ihre Lage zu bekommen und diese schlachten Sie nun auch sehr deutlich aus.

Da werden Videos ins Internet gestellt und die Vorzüge der Gemeinschaft dargestellt. In Interviews mit dem entführten Bernd das Brot wird klargestellt, dass sich die Gruppe hier nicht vertreiben lassen möchte und mit aller Macht darum kämpfen wird, das Haus in ihrem Besitz zu behalten.

Ganz ehrlich: Ich finde solche Aktionen total zum kotzen. Diese Möchtegern-Revolutionäre können sich ja gerne auf nach Kuba oder nach Nordkorea machen, wo so etwas wie Kommunismus noch existiert. Mal schauen, ob sie sich dort wirklich zurechtfinden würden. Dann gäbe es aber kein schnelles Internet mehr, keine coolen Klamotten und auch kein Feindbild mehr. Wäre ja langweilig. Solche Personen wollen nur eines: Stress machen und sich einfach als Schmarotzer durchs Leben schlagen. Achja – und natürlich durch Diebstahl.

Und der neue Eigentümer hat wohl einfach nur Pech gehabt weil das Haus besetzt ist? Und die Stadt Erfurt wollte denen noch eine alternative Immobilie anbieten? Ja sind die denn des Wahnsinns? Wenn mir das Haus gehören würde, würde ich wohl als erstes die Polizei und Gerichte um Hilfe bitten und wenn das nichts hilft, selber ein paar Schläger anheuern, die die Leute von meinem Gelände vertreiben. Ist ja furchtbar sowas.

Bin ja mal gespannt, wie es hier weitergeht. (via Mel und Yahoo)

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Ali


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10 Responses to Hausbesetzer entführen Bernd das Brot

  • Christoph 26. Januar 2009

    Ich find die Aktion lustig, und vermutlich auch Wirkungsvoll, da sie öffentliches Interesse erregt.

  • BrudaSchlumpf 26. Januar 2009

    for?

  • Alper Iseri 27. Januar 2009

    @Christoph: Öffentliches Interesse hat sie auf jeden Fall bewirkt. Nur ist es immer noch Diebstahl – ob es nun gefällt oder nicht.

    @BrudaSchlumpf: Hm?

  • BrudaSchlumpf 27. Januar 2009

    Ich bin ja selber kein Held der Rechtschreibung, aber dieser Fehler tut weh:

    Bernd das Brot, der Star des ARD/ZDF-Kinderkanals ist von seinem festen Platz for [!!!] dem Erfurter Rathaus von Hausbesetzern entführt worden.

  • Alper Iseri 27. Januar 2009

    Achsooo…sag das doch gleich. Kann bei schnellem Schreiben schon einmal vorkommen. Ist korrigiert.

  • Christoph 27. Januar 2009

    Ja, freilich ist es Diebstahl. Ich finde es auch lustig, dass alle Nachrichten das “Entführung” nennen. Und es ist Erpressung. Auch das ist wahr. Andererseits muss man hier irgendwie das Verhältnis sehen. Steuerhinterziehung in Millionenhöhe finde ich schlimmer (scnr).

    Immerhin ist die Aktion kreativ – die Leute hätten auch einfach randalieren und die ganze Straße verwüsten können, da find ich sowas besser. Auch das Video ist ziemlich gut.

    Was ich nicht genau weiß, ist, ob es stimmt, dass die Stadt denen eine alternative Immobilie anbieten wollten. Es wäre auf jeden fall ein kulanter Zug der Stadt – und ich finde, das darf auch mal sein. Wenn sie darauf nicht eingegangen sind, ok, dann muss ich sagen – selber schuld!

  • peter 29. Januar 2009

    ich find die relation so erschreckend

    ein dummes brot (50 kilo kunststoff) wird entwendet und ganz
    ´schland ist in aufruhr, und 30 leute sollen auf die strasze gesetzt werden weil irgendein typ meint erfurt bräuchte einen 67. supermarkt und es interessiert keine sau.

    also das nenne ich mal wertemaßstab !!!

    at verfasser : viele der leute aus dem besetzten haus wollen gar keinen kommunismus, zumindest keinen autoritären , wie das auf kuba und in nordkorea der fall.

    ich empfehle mal kropotkin oder bakunin zu lesen !

  • Alper Iseri 29. Januar 2009

    @Peter: 1. Hier geht es nicht um Bernd das Brot sondern um einen einfachen Diebstahl. Die Figur gehört den Leuten nicht und sie haben es geklaut, um Werbung für ihre Sache zu machen. So einfach ist das. Sie haben auch nicht einfach ein Auto geklaut sondern sich bewusst für die Figur entschieden, um mediales Interesse zu erzeugen.

    2. Wenn der Besitzer dort eine Hühnerfarm hinbauen will, ist es seine Sache. Wenn er dort ein Hotel hinbauen will, ist es seine Sache. Und wenn er einfach alles stehenlassen will und den Hausbesetzern einen Arschtritt verpassen möchte, dann ist das seine Sache. Es ist sein Recht! Das Grundstück gehört ihm und nicht den Besetzern. Sie haben nichts dafür bezahlt und nutzen etwas, was nicht ihnen gehört. So einfach ist das. Wenn sie sich ein eigenes Grundstück kaufen und dort drauf Häuser bauen, dann können sie ja machen was sie wollen. Aber nicht mit fremdem Besitz.

    Bzgl. deiner Empfehlungen: Ich interessiere mich nicht für solche Literatur. Aber danke für die Info.

  • Christoph 30. Januar 2009

    Der Begriff “Recht” wird immer sehr weit gedehnt… Ich weiß nicht, wie lange das Haus schon lehrgestanden hat. Wenn man ein Haus leerstehen lässt, darf man sich aber nicht wundern, dass es irgendwer verwendet.

    Ich weiß nicht, wem das Haus vorher gehört hat – so wie ich es verstehe hat es vorher der Stadt gehört. Dann hätte die Stadt vielleicht vor dem Verkauf schauen sollen, ob irgendwer das Haus benutzt, und vielleicht in Erwägung ziehen können, es zu einer Art Jugendzentrum formal umzuwidmen.

    Wenn es nicht der Stadt gehört hat, hätte der vorherige Besitzer es schlichtweg nicht verfallen lassen dürfen. Dann sehe ich z.B. nicht ein, wieso mit den Steuergeldern von Bürgern ein Polizeieinsatz bezahlt werden sollte, um das Haus zu befreien – es war dann einzig und allein die Nachlässigkeit des vorherigen Besitzers – lieber sollte dann von Steuermitteln ein Konzept finanziert werden, um solche Außenseiter wieder zu integrieren.

    Sorry, wir sind immernoch ein Sozialstaat, und ich finde, Mitleid und Barmherzigkeit und Rücksicht – wichtige Tugenden, ohne die unser heutiger Wohlstand wohl nicht existieren würde – gehen in unserem formalen Kasuistischen “Recht” immer mehr unter.

  • Alper Iseri 30. Januar 2009

    @Christoph: Ich stimme dir in eigentlich allen Punkten zu, die du aufgezählt hast. Und du hast natürlich recht, dass man die Leute, die sich anscheinend in der normalen Gesellschaft nicht wiederfinden können, nicht einfach vergessen sollte. Ich finde es gut, wenn es Konzepte gibt, die solche Menschen unter die Arme greift. Hier haben wir nun einen Fall, dass das Haus jemandem gehört, der es normal gekauft hat. Und ob es den Leuten gefällt oder nicht: Da müssen sie dann nun einmal raus. So ist das mit den Gesetzen – an die muss sich jeder halten.

    Ich persönlich kann überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich mit einer Art Schmarotzertum durchs Leben schlagen kann aber vielleicht muss ich das auch gar nicht. Die Stadt sollte sich Konzepte überlegen, wie diese Menschen in einer von der Stadt finanzierten Einrichtung ihr eigenes Umfeld schaffen können. Allerdings überwacht und nicht sich selbst überlassen. Wie ein Ort nämlich ausschaut, den diese Menschen sich selbst einrichten und verwalten, sieht man nicht nur an dem Video sondern an massig anderen Orten, wo alternative Leute sich eingenistet haben.

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