Einen interessanten Artikel zum Thema Branding und Marken bei Blogs habe ich bei Majeres.de gelesen. Andreas hat einen Artikel darüber geschrieben, ob die Begriffe Branding und Blogs überhaupt zusammenpassen und wenn ja, wie diese beiden Elemente miteinander verbunden werden können.
Wenn ich persönlich an Marken denke, fallen mir als erstes viele Produktnamen ein, die uns allen im täglichen Leben so begegnen: Audi, Burger King, Haribo, Maggi und wie sie sonst alle heißen. Marken sind ein sehr elementares und wichtiges Mittel, um Kunden an ein Unternehmen und an die Produkte des Unternehmens zu binden. Und das gilt nicht nur für den Gebrauch sondern auch generell. Was hängt zum Beispiel mit der Marke “Du darfst” für mich zusammen? Klar – da denkt man an die schlanke Linie, an leichte Produkte, weniger Fett, schlanke Frauen (und Männer natürlich) und das Gefühl sich gut zu ernähren, ohne auf etwas verzichten zu müssen. Wie kann eine Marke, die in verschiedenen Bereichen des Lebens funktioniert, denn auf Blogs übertragen werden?
Auch bei Blogs und Bloggern gibt es Marken. Sie sind vielleicht nicht immer so bekannt und werden nicht so häufig genutzt wie Marken des täglichen Bedarfs aber es gibt sie. Eines der bekanntesten Marken in Deutschland dürfte sicher Basic Thinking von Robert Basic sein (soll ja aktuell verkauft werden). Der Name Basic Thinking ist bei sehr vielen Leuten schon im Kopf verknüpft mit einem bestimmten Image. Welche Inhalte werden dort gepostet, ist dieser Blog bekannt und wie seriös sind die Inhalte, die dort eingestellt werden.
Eine Marke ist also ein Erscheinungs- und Gedankenbild, welches sich im Kopf des Nutzers bzw. Lesers manifestiert. Dabei zählen nicht nur einzelne Punkte wie der ganz persönliche Sprachstil oder das Thema. Wichtig ist das Gesamtbild: Wie ist der erste visuelle Eindruck des Blogs. Was für ein Theme wird verwendet? Ist es ein Theme von der Stange oder was individuelles? Passt dieses Theme zum Blog – sowohl visuell als auch inhaltlich. Wenn ich einen Blog betreibe – und es ist vollkommen egal, ob ich diesen Blog aus rein privaten Gründen betreibe oder diesen Blog aus monetärer Sicht betreibe, so ist der visuelle Eindruck eines Blogs ungeheuer wichtig. Und das meine ich jetzt nicht nur aus rein ästhetischen Gründen. Verwende ich ein Design von der Stange, dann bin ich im ersten Blick erst einmal austauschbar. Hätte ich zwischen 10 Seiten, die alle das gleiche Design verwenden, nur eine Sekunde Zeit um meinen Lieblingsblog auszusuchen, würde es sicher hier und da zu Verwechslungen kommen. Und das ist ja nicht in unser aller Interesse. Der Blog muss hervorgehoben werden. Er muss ein Alleinstellungsmerkmal haben. Und wenn das aufgrund mangelnder Kenntnis nicht geht dann muss dieses Design so weit personalisiert werden, dass man dieses Design fest zum dazugehörigen Produkt zuordnet.
Hat man sich Gedanken um den visuellen Ausdruck gemacht, kommt natürlich der inhaltliche Teil. Man sollte nicht versuchen, Dinge zu machen und zu schreiben, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Das hält man mit der Zeit nicht durch, da es einem nicht Spaß macht. Hat man ein Themengebiet gefunden, mit dem man sich identifiziert und regelmäßig schreibt, bekommt man ganz automatisch die ersten Leser, die man für seine Inhalte begeistern kann. Diese Leser identifizieren euren Inhalt dann mit eurer Seite und eure Seite bleibt als Marke fest im Gedächtnis der Leute. Und das ist nicht nur bei Basic Thinking so sondern bei jedem, der regelmäßig Blog-Postings schreibt.
Zusammengefasst: Versucht, eurem Blog ein ganz persönliches Aussehen zu verleihen, mit dem ihr euch identifizieren könnt. Bindet Plugins ein, die euch helfen, dieses visuelle Ziel zu erreichen und bindet die Punkte ein, die eurer Ansicht nach zu eurem Blog und zu euch selbst passen. Sind die visuellen und praktischen Punkte soweit in Ordnung, solltet ihr euch darauf konzentrieren, regelmäßig Inhalte zu publizieren, die euch und eure Interessen wiederspiegeln. Das kann euer privates Leben sein, ein bestimmtes Themengebiet oder alles querbeet. Gerade die kleineren Blogs leben häufig durch die Stammnutzer. Diese füllen den Blog mit Leben. Ihr solltet euch daher auch auf anderen Seiten bemerkbar machen und euch vernetzen. Wenn ihr dies regelmäßig macht, dann ist die Frage nach “Der Blog als Marke” prinzipiell schon geklärt. Dann habt ihr persönlich eine Marke geschaffen, mit dem nicht nur ihr euch identifizieren könnt sondern den andere Menschen automatisch mit euch verknüpfen.







Hallo Alper,
erstmal ein Dankeschön für die nette Erwähnung :-) . Es freut mich, daß dir der Beitrag gefallen hat, war ich doch erst unsicher ob ich ihn überhaupt publizieren sollte ;-) .
Deine Analyse gefällt mir sehr gut. Es stimmt, daß meist der visuelle Eindruck als entscheidender Faktor wahrgenommen wird. Er ist für ein erfolgreiches Branding maßgeblich entscheidend.
Treffend ist auch deine Aussage zu den Inhalten. Schreibe über das was Du kennst und dir Spaß macht. Mit ein wenig Aktivität auf anderen Blogs werden sich dann auch die eigenen Stammleser einfinden.
Alles in allem ein gelungener Artikel!
LG Andreas
@Andreas: Deinen Artikel finde ich sehr interessant und habe dann noch meine eigenen Überlegungen hinzugefügt. Ich überlege auch manchmal, ob es gut ist, diesen oder jenen Artikel zu schreiben. Letztendlich ist die Sorge aber stets unbegründet :-)
Habe dich in meinen Feedreader aufgenommen und freue mich auf deine nächsten Texte.
Das beste Anwendungsbeispiel für Branding bzw. Markenbildung sind in meinen Augen corporate blogs. Auch wenn ihnen nach den neuesten Marketingumfragen so gut wie keine Zukunft mehr gegeben wird, sehe ich das persönlich gerade für die corporate blogs ganz anders. Viele müssen halt einfach auch erst schnallen, dass Blogs keine Verkaufsseiten sind, sondern schlicht und ergreifend Imagetools und da steht branding, egal ob Produktbranding oder Markenbildung des Unternehmensnamens einfach im Vordergrund.
Und was für die corporate blogs gilt, gilt in gewisser Hinsicht ja auch für alle anderen Blogs. Über das Design (Aussehen) geht das ganz klar. Zusätzlich meine ich, dass es ebenso über die persönliche Schreibe, also auch über den eigenen Stil geht. Im Prinzip ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Und irgendwie träumt doch jeder davon sich als “xxx” einen Namen zu machen -> und genau das ist Markenbildung bzw. branding. So wäre es für mich das schönste Kompliment wenn sich ein Blogger eine Frage stellt und daraufhin die Idee hat “da kucke ich doch mal bei crazy girl vorbei, vielleicht hat die dazu schon was gesagt”… ;-)
In meinem Reader bist Du auch seit Ankunft deines Trackbacks. Ich kannte dein Blog vorher nicht, Schade :-( .
Freut mich, daß dir mein Blog gefällt.
Also dann, man liest sich ;-).
Hallo … interessanter Artikel! Ich denke, bei Robert Basic trägt auch seine sympatische, natürliche Art zur Marke “Basic Thinking” bei und ich wünsche ihm auf jeden Fall bei der Versteigerung seines Blogs einen hohen Marktwert – auf dass es die letzten Sekunden 6-stellige Beträge werden ;-)
Ich durfte Robert Basic ein paar Fragen über Blogs & die Zukunft des Online Marketings stellen – falls interessant, ist es hier nachzuhören bzw. nachzulesen:
http://www.online-marketing-blog.at/studien/robert-basic-im-interview-uber-blogs/
LG, Thomas