Vor einigen Minuten habe ich mit dem Steffen gesprochen. Steffen betreibt einen Blog rund um das Thema Krankenversicherungen und berichtet über die Versicherungslandschaft in Deutschland. Ein aktueller Fall betrifft die Fusion zweier Krankenkassen, bei der er neutral über die Hintergründe berichtet hat. Auf diesen Beitrag gibt es bereits einige Antworten. Darauf haben einige Versicherte kein gutes Haar an den Versicherungen gelassen und haben von ihren persönlichen Erfahrungen berichtet.
Nun kam dann ein neuer Beitrag von jemandem rein, der meinte, dass er die negativen Meldungen gar nicht verstehen könne. Er hätte nur absolut positive Erfahrungen gemacht und alles wäre so toll und gut. Prinzipiell ja nichts ungewöhnliches – eine normale Meinung könnte man meinen.
Nun hat Steffen auf seinem Krankenversicherungsblog schon einiges erlebt und stellte fest, dass die IP-Adresse wohin führt? Zu einem Netzwerk, welches sich als gate.bkknet.de identifiziert. Dieser Beitrag wurde also von einem Netzwerk der BKK verschickt. Ein Beitrag, der nur lobenswertes über die BKK enthält. Nur – das weiß natürlich nur Steffen. Die anderen Leser gehen davon aus, dass dies ein normaler Beitrag ist.
Nun kann man in den seltensten Fällen Lobbyeinträge verhindern. Einfach eine andere IP-Adresse nehmen und fertig. Aber wenn die Leute in diesem Fall schon so blöd waren, ihre BKK-Adresse zu verwenden, was dann? Eintrag löschen? Öffentlich anprangern? Wie schaut es beim zweiten Fall rechtlich aus? Was meint ihr?






Das ist eine interssante Frage. Löschen würde ich den Beitrag wohl nicht. Ich würde eher auf die Antwort und vorallem auf den Lobbyisten-Hintergrund des Schreibers eingehen und die anderen Leser darauf hinweisen. Unkommentiert stehen lassen wäre meiner Meinung nach das Schlechteste.
Gruß Carsten
Stehen lassen. Man beachte das bei mir: geht um eine HUI für Robocopy – ab da geht es los:
http://stadt-bremerhaven.de/2008/11/02/backup-und-synchronisation-mit-robocopy/#comment-50505
S. Winkler kommentiert, danach die “richtige Firma”. Auch bekannt durch Verwendung von E-Mail und IP ;)
Also ich würde einen solchen Eintrag als Kommentar betrachten. Falls das nicht zu auffällig ist, würde ich ihn stehen lassen, aber so modifizieren, dass der Leser erkennen kann, wo der Kommentar herkommt.
Die IP-Adresse darf man zwar nicht angeben, aber es reicht je, wenn man schreibt, dass die verwendete IP sich auf ein Netzwerk zurückführen lässt, das von der BKK stammt.
hm, das ist tatsächlich eine gute frage.
aber ich würde wohl — wie die meisten hier — ebenso vorgehen, dass ich in irgendeiner weise darauf aufmerksam mache, von wem der kommentar stammt.
da es für den blogbetreiber hierbei einfach war, herauszufinden, woher der kommentar kam und mit welcher absicht, sollte dies eben nicht unkommentiert bleiben.
bei einem neutral geführten themenblog darf mensch das auch ruhig, denke ich. hausherr/-dame ist ja immer noch der/die blogger/in.
Vielen lieben Dank für eure Antworten. Finde ich super nett von euch. Werde es mal direkt weiterleiten :-)
Sowas ist ätzend, aber kann man ja bedingt verhindern…ich erinner daran, dass auch in der Wikipedia versucht wird zu manipulieren. Dort wird sowas aber schnell bemerkt, weil ja die Änderungen protokolliert werden.
brauchst es nicht weiterleiten Alper :) Lese mit..
Bin mir aber immernoch nicht sicher, was ich machen soll. Das Kommentar wurde erstmal in den Spam Ordner geschoben.
Vielleicht meldet sich der betroffene ja :)
Ich werde dann heute nochmal einen Artikel mit dem Hinweis auf das “Problem” veröffentlichen.
Dann ist ja super Steffen. Der Rücklauf war großartig…