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Slow Goodbye To Google

By on 17.03.2013

In letzter Zeit mache ich mich – wie so viele andere Blogger und Personen in meinem Umfeld – ziemlich viele Gedanken um Google. Bislang habe ich (bis auf Mac und iPhone) sehr viele Dienste mit Google genutzt. Ich merke jedoch, dass die Konzentration auf ein Ökosystem in einigen Belangen ziemlich viele Probleme mit sich bringen kann. Ich bin jetzt kein Typ der rumheult, weil der RSSReader eingestellt wird (das machen andere nämlich auch nicht). Bislang habe ich ihn sowieso nicht genutzt. Ich merke jedoch, dass bei bestimmten Anwendungen und Strategien zumindest für mich klar wird, dass Google mittlerweile eine solche Machtposition inne hat, dass auch Dienste eingestellt werden, die vor einigen Monaten und Jahren noch klar zur Strategie von Google passten. Nun wird auch das CalDAV-Format für Entwickler eingeschränkt bzw. abgestellt. Ist das gut? Mit Sicherheit nicht. Der RSS-Reader verschwindet auch, die Exchange-Funktionalität wurde auch schon abgestellt bzw. stark eingeschränkt. Google bewegt sich rückwärts. Mir gefällt das nicht.

Ich werde mir bei einigen Diensten nun langsam darüber Gedanken machen, inwiefern ich weiterhin Google für meine Dienste nutzen werde oder ob ich mir Alternativen suchen werde. In meinem Fall bezieht sich das konkret auf folgende Punkte:

– Google Chrome
– Google Analytics
– GMail
– Google Kalender

Auch werde ich mir auch generell Gedanken um die Google Suche machen. Ob Bing oder Yahoo eine Alternative sind? Keine Ahnung. Aber Gedanken muss ich mir machen. Ich will bestimmte Dinge nicht so weiterlaufen lassen, wie bislang. Vielleicht ergibt sich dadurch ja ein Fortschritt. Wer weiß. Und wenn ja, ist das mit Sicherheit keine schlechte Sache. Was meint ihr? Alles egal und so wie immer oder macht ihr euch auch Gedanken?

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9 Comments
  1. Paul

    17.03.2013

    Genau die selben Gedanken hatte ich vor einigen Tagen auch.

    Es kann doch nicht sein, dass viel genutzte Funktionen deaktiviert werden. Google ist mächtig, weil es gut ist, weil es produktiv ist, weil es ausgereift ist und auch weil es kostenlos ist.

    Ich würde mich freuen, wenn Apple nun die Lücken schließen würde. Zu Microsoft oder anderen Anbietern will ich nicht.

  2. Alper Iseri

    17.03.2013

    Das Problem ist, dass sowohl Apple als auch Microsoft und Google sich in diesen Dingen nicht viel geben. Ich werde schauen, ob ich im ersten Schritt ohne große Probleme (und Umstellungsschwierigkeiten) von Chrome auf Firefox umstellen kann und werde. Das wäre ein guter und wichtiger Schritt, da Firefox quelloffen ist und ein freier Browser ist. Mal schauen, was sich da ergibt.

  3. Netzartiger

    17.03.2013

    Ich habe, nachdem ich die Meldung bezüglich des Readers gelesen habe, angefangen alles von Google abzuziehen.Das Vertrauen ist im Arsch. Unter Anderem, weil meine Picasa-Webalben, meiner Meinung nach, nichts bei Google zu suchen haben. Aus Schluss Feierabend! Email ist schon weg, Google+ Konto ist aufgelöst, der Reader bei Feedly und ich werde auch den Rest noch umziehen. Ich spiele das alles nicht mit. Es gibt Alternativen – mit Schmerzen ja, aber es gibt Sie und ich werden auch ohne Google glücklich.

  4. Alper Iseri

    17.03.2013

    Wenn es nach dem generellen Vertrauen ginge, dürften wir alle wahrscheinlich Apple, Amazon, Google oder Microsoft nicht mehr nutzen. So streng will ich nicht sein. Alle hier genannten Unternehmen haben in der Vergangenheit immer mal wieder fragwürdige Entscheidungen getroffen. Das, was ich nur sagen will und worüber ich mir Gedanken mache ist: Wie viel Macht gebe ich einem einzelnen Unternehmen in meiner Liste? Mache ich alles über Google? Oder verteile ich lieber? Bislang bin ich eher auf Seiten Google gewesen. Doch jetzt ändert sich langsam meine Einstellung.

  5. Peter

    18.03.2013

    Alternativen zu Google Dienste zu nutzen, sofern diese überhaupt da sind,ist ein wichtiger Schritt der jeder Internet Nutzer in Erwägung ziehen sollte.

    Schließlich sind wir alle schon zu sehr von Google abhängig.

    Nur sollte man nicht die irrige Meinung nachgehen das Apple,MS oder Co nun viel besser wäre.In Bezug auf was wirklich mit alle unsere Daten passiert,hüllen die sich alle in Schweigen.

    Fakt ist wir bezahlen für die kostenlose Dienste vor allen mit unsere Nutzerdaten.

    Problematisch solche Dienste und auch bei Cloud Lösungen ist die Tatsache das wir alle dann darauf angewiesen sind das, der entsprechende Anbieter diese Dienst weiterhin auf Dauer aufrecht hält.

  6. Alper Iseri

    18.03.2013

    Ich habe im ersten Schritt eine Änderung von Chrome zu Firefox vollzogen und das hat auch sehr gut geklappt. Bin sehr zufrieden und bin froh, dass ich diesen Schritt vollzogen habe. Stück für Stück werde ich mir weitere Dienste suchen und die einzelne Abhängigkeit von Google verringern.

    Firefox ist eine gute Lösung denke ich. Mit anderen Dingen muss ich mich so oder so noch etwas detaillierter beschäftigen.

  7. Rai

    19.03.2013

    In den vergangenen Jahren habe ich auch vieles auf Google umgestellt, sei es GMail, Kalender, Reader, weil es schön passte und man alles synchronisieren kann mit PC und Handy. Und jetzt bekommen die Nutzer eines vor den Latz geknallt. Das bedeutet, dass man sich wirklich Gedanken machen muss, wie man diese nützlichen Funktionen wieder von Google step-by-step auslagert, um unabhängig von einem Anbieter zu werden.

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ALPER ISERI
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meetinx.de ist ein Blog von Alper Iseri. Ich bin Berater für Digitale Medien und lebe in der Hansestadt Bremen.

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- Louis L'Amour
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