SPIEGEL ONLINE hat zum RTL-Dschungelcamp einen Beitrag veröffentlicht, bei dem ich mich ernsthaft frage, wer diesen Beitrag verfasst und wer ihn dann auch noch freigegeben hat. War es ein Praktikant? Eine arme Gestalt aus der Unterschicht? Oder lediglich ein Redakteur, der mal Dampf ablassen wollte? Anders kann ich mir Aussagen wie diese nicht erklären:
Den TV-Göttern sei Dank, dass es im Team eine hasswürdige Giga-Bitch und zwei bestens aufgelegte Moderatoren gibt.
Ahso – eine Giga-Bitch ist als im Team. Klingt auf den ersten Moment lustig, im zweiten Moment fällt auf, dass das Wort Bitch auf Deutsch Schlampe bedeutet. Giga-Schlampe also. Ah ja. Doch es geht noch weiter.
Bezogen auf die an dümmlicher Selbstüberschätzung leidende XXL-Bitch Siegel (“Auch wenn ich ‘nen Müllsack anhabe, ist es irgendwo sexy”) bedeutet dies: Das direkt von den römischen Arenen des Altertums auf den heutigen TV-Bildschirm übertragene Prinzip, wonach immer der Loser oder meistgehasste Protagonist durch Votum des Publikums den Löwen zum Fraß vorgeworfen wird, geht nicht mehr auf.
Jetzt ist es die XXL-Bitch Siegel. Kann es sein, dass da irgend etwas so richtig schief gelaufen ist? Wer auch immer diesen Text geschrieben hat: Wahrscheinlich ist sein Privatleben so sehr am Ende, dass er seinen Frust an der Öffentlichkeit auslassen muss. Armseelig. (via Gregel)







Joa, klingt irgendwie nach Praktikant.
“Es funzt nicht.” – Ach du Schreck! Mal schauen, ob das textliche Gebilde so stehen bleiben darf.
Warum – ist doch nicht schlimm :) Da hat halt einer richtig Hass auf das Format. Irgendwie verständlich :)
Hätte ich aber eher in einer anderen Zeitung mit 4 Buchstaben erwartet..
Darum geht’s doch, Steffen – im Spiegel haben solche Texte nichts verloren, zumindest war es mal so.
Spieglein, Spieglein in der Hand,
wer schreibt den größten Mist im Land?
Wobei, egal ob Praktikant oder Redakteur,
ich finds lustig – ey bitch ich schwör!
Schöner Blog, genug gereimt,
schöner Beitrag, genug geschleimt!
Gruß,
Jens
das ist doch schon lange nichtmehr so @abalone
Also da ist wirklich erwas schief gelaufen ;)
“Hamburg – Es funzt nicht” …
Ich finde bemerkenswert das hier behauptet wird, dass solche Dinge im Spiegel nicht stehen dürften.
Wird dieses armselige rechte Schmierblatt hier etwa reichlichst überschätzt?
Für mich ist der Spiegel schon seit Jahren tot!- Dieser Artikel jedoch treffend. ;)
@Steffen: Abalone sagt es schon – solche Beiträge haben dort nichts verloren. Der Spiegel ist eben NICHT das Blatt mit den vier Buchstaben. Genau deswegen.
@Jens: Sehr schön gereimt und ich finde, überhaupt nicht geschleimt. Habe übrigens gerade einen tollen Beitrag bei dir gefunden :D
@stego: Der Spiegel reagiert bei tagesaktuellen Themen üblicherweise recht schnell und gut und hat ein breites Themenspektrum. Von daher bleibt die Seite auf meiner Liste. Aber an solche Ausrutscher muss ich mich erst noch gewöhnen.
Sicherheitslücken for the win? :P
Ich verstehe den Artikel eher als Satire. Spiegel hat sich quasi auf das Niveau von RTL begeben. Vor einigen Tagen gab es schon einmal einen Artikel über das Dschungelcamp, der neutraler gehalten war, aber der Tenor war eigentlich derselbe, nur die Wortwahl eben nicht.
@Schaps: Wenn das eine Satire sein soll, dann versteht der Autor sein Handwerk nicht.
Was diese Begriffe wie Bitch usw angeht geb ich dir völlig recht, die haben mich auch etwas verwundert als ich die gesehen habe…Satire kommt ohne sowas aus, das stimmt.
Genau darum geht es. Solche Begriffe erwarte ich in einem Schmuddelblatt – nicht auf SPIEGEL ONLINE ;-)
Jedenfalls nicht in den Hauptartikeln…es gibt ja auch häufig kurze Berichte die schon an Boulevard erinnern, aber die werden dann nicht auf der Startseite angepriesen. Ich schätz mal dass SPON über das Dschungelcamp schreibt ist auch etwas Kalkül, um Leute wie mich, die den Scheiß kucken, zum Lesen ihrer Artikel zu bringen ^^
Wenn man über diesen Schrott schreibt, schreibt man schnell Schrott.
Wieso soll der Artikel nicht im Spiegel erscheinen? Die sind sich doch auch für Gala-artige 25 Klicks Bilderstrecken von halbnackten Tennisspielerinnen nicht zu schaden.
Wir sind alle Boulevard …
Jaja. Der augsteinsche Spiegel ist Vergangenheit. Die Trümmer sind stellenweise nur noch jämmerlich.
Wenn ich mich nicht täusche ist übrigens die sinngemäße Übersetzung von “bitch”, dem amerikanischen Sprachgebrauch angepasst, eher “Zicke” als “Schlampe”… wobei dem Wort Zicke ein wenig der sexuelle Beigeschmack fehlt, den “bitch” hat – wörtlich übersetzen ist also für meine Begriffe eigentlich nicht drin – vielleicht eine “Schlicke”? “Ziampe?”
;-)
Also wenn jemand in Deutschland Bitch sagt (oder BIATCH *g*), dann denke ich immer an das Wort Schlampe. Zicke oder ähnlich ist mir diesbezüglich nie in den Sinn gekommen :-))
Wer ist für dich denn jemand aus der Unterschicht ? Geht’s noch ? Haste noch alle Tassen im Schrank ?
Werd erwachsen !
http://www.youtube.com/watch?v=BLOeViSEMHQ
sehr sehr guter spiegel artikel, welcher es sehr gut trifft!
diesen niveaulosen D-Promi scheiss kann man sich doch nur unter drogen gefallen lassen und selbst dann fällt es einem schwer!Bitte schickt doch mal jmd ´nen mehrtürer ins camp, um dem leiden ein ende zu setzen. ich verspreche 75 rasierte jungfrauen!
An den verfasser dieses artikels: gehirn einschalten, niveau erhöhen und augen öffnen, dann klappts auch mit dem leben!
@DIerk: Hach, Provokation ist schon was schönes…
@Ameise: Wir reden hier nicht über die Bild. Wir reden auch nicht über Titanic. Wir reden hier über den SPIEGEL. Ihr erinnert euch? Das Magazin, welches sich solch einen Ton normalerweise überhaupt nicht erlaubt.
Die Welt hat sich verändert. Die Leserinnen und Leser. Weshalb sollte das ausgerechnet am “Spiegel” vorübergegangen sein? Ich würde mich über diesen Verlust an Niveau nicht grämen. Im Übrigen: SpOn ist nicht “Der Spiegel”, sach ich mal.
@Horst: Also für mich ist Express Online, Bild Online und Spiegel Online prinzipiell unterschiedliches Niveau. Ich hätte sowas von Spiegel Online einfach nicht erwartet. Eher von anderen Boulevard-Seiten.
Au Mann, darf man das Wort “bitch” nicht schreiben? Klar heißt es übersetzt “Schlampe”, aber der Autor hat ja “bitch” geschrieben. Weil das amerikanische “bitch” etwas anderes ausdrückt. Eine bitch ist eine Kratzbürste, eine ziemlich unangenehme Person, aber keine Schlampe.
Sei’s drum. Was mich an dem Zitat stört, ist seine fürchterliche Schachtelsatzkonstruktion. Die ist wirklich praktikantenhaft. Ansonsten bin ich auch kein Spiegel-Fan, finde aber das ewige Spiegel-Bashing nervig. Die Jungs können was. Ich habe selber in einer Online-Redaktion gearbeitet. Das ist kein Wochenmagazin, sondern High Speed Journalismus, und der hat seinen Preis.
@Ralph: Natürlich ist Spiegel gut…gerade deswegen ist mir dieser Beitrag ja auch negativ aufgefallen. Und ich glaube, das ist der erste negative Beitrag zum Spiegel seitdem ich hier blogge.
Das war keine Praktikantin, sondern die Ressortleiterin und die ist Ex-Bild- Zeitung und deshalb zuständig für das Niveau. Soetwas bedeutet zahlreiche Klicks und nichts anderes ist von Interesse. Wenn SPON in irgendeiner Art und Weise an Qualität interessiert wäre, würde SPON die Spitzenreiterposition abgeben und kein Geld verdienen. Nicht nur das Ressort der Frau Dreyer ist unterirdisch, sondern sämtliche Ressorts lassen zu wünschen übrig.
Das soll also keine Satire sein, die Dreyer meint das so.