Privat und Geschäftlich: Von der Kunst, Kompromisse einzugehen
Vor einigen Tagen habe ich euch darüber berichtet, dass ich bei einigen meiner Inhalte Probleme bekommen habe. Einige Personen, mit denen ich beruflich zu tun habe, waren nicht das erste Mal nicht begeistert darüber, dass ich ein Unternehmen kritisiert habe und haben mir dies auch offen und direkt mitgeteilt. Die Reaktionen auf meinen Artikel von euch haben mich sehr gefreut. Haben sie mir doch noch ein wenig mehr gezeigt, dass meine offene und direkte Art von den meisten Menschen in meinem Umfeld generell geschätzt wird. Eine Bestätigung also auf der ganzen Linie.
Gestern habe ich mich mit einer Frau über das Thema unterhalten, die sich gut mit diesen Dingen auskennt. Wir haben ein sehr offenes Gespräch geführt und schnell war klar, dass eigentlich gar nichts falsch daran ist, wenn man privat seine Meinung äußert aber im Beruf dennoch professionell reagiert. Ärgern tun sich die kritisierten Personen aber auf jeden Fall (mir würde es nicht anders gehen) und da ist halt die Frage, wie professionell die Unternehmen und Personen reagieren. Und genau da wird es kritisch. Es gibt einige Branchen mit denen ich arbeite, bei denen Kritik überhaupt nicht willkommen ist. Da wird man gleich auf eine “schwarze Liste” gesetzt nur weil man privat mit etwas nicht einverstanden ist. Andere Unternehmen freuen sich hingegen über die Kritik, gerade wenn man in einem persönlichen Gespräch auch diese Kritik begründen kann. Viele Unternehmen lernen aus diesen Aussagen und versuchen, sich zu verbessern.
Und das ist ja eigentlich auch die hauptsächliche Intention, wenn ich etwas kritisiere. Mir geht es ja nicht darum, ein Unternehmen zu boykottieren oder es in den Ruin zu treiben. Ich will meinem Ärger Luft machen und klarstellen, was für mich gute Produkte, guter Service und gute Kundenbindung bedeutet. Das haben einige Firmen leider noch immer nicht verstanden. Und wenn mir einfach aus meinem reinen Gefühl ein Produkt nicht zusagt, dann ist das eben auch meine persönliche Ansicht, genau wie ich jemandem sage, dass mir eine bestimmte Musik gefällt oder eben nicht.
Nun – heraus gekommen ist für mich nun folgendes: Ich werde einen Kompromiss eingehen müssen, weil einige Branchen mit Kritik leider nicht so umgehen können, ich allerdings auf sie angewiesen bin. Ich werde daher über die Unternehmen entweder generell gar nichts mehr schreiben oder nur noch dann, wenn mir etwas wirklich außergewöhnlich gut gefällt. Ansonsten gibt es nichts mehr zu dem Unternehmen. Ob das nun gut oder schlecht ist, mag jeder für sich selber beurteilen. Ich persönlich kann damit leben – bzw. muss es sogar. Es hängen Einnahmen damit zusammen, auf die ich mit meinen 32 Jahren leider nicht verzichten kann. Aber bei all dem Negativen gibt es auch was positives: Wenn ich tatsächlich mal ein Buch schreibe, dann könnte ich über die Branche etwas schreiben :-))
Ansonsten werde ich meine Kritik bis auf die eine Branche so beibehalten wie bisher, muss mich jedoch auch mal zurückhalten, wenn ich mich über etwas ärgere. Und das fällt einem Südländer wie mir manchmal doch recht schwer. Aber das werde ich schon schaffen. Ganz bestimmt. Danke für euer zahlreiches Feedback. Hier bei meetinx wird sich eigentlich nichts ändern. Meinen Stammlesern wird das auch nicht auffallen. Also keine Sorge – alles in bester Ordnung ;-)







