Unbedarfte Surfer, die auf der Internetseite nachbarschaft24.net ihre Daten eingetragen und mit Zahlungsaufforderungen und Mahnungen bombardiert worden sind, müssen die geforderten Beträge nicht zahlen. Ein entsprechendes :: Urteil :: des Amtsgerichts Berlin-Mitte sorgt in diesem speziellen Fall für Sicherheit unter allen Opfern, die auf die versteckten Preisangaben der Seite hereingefallen sind.
Auch ich habe durch Spamnachrichten eine Einladung zu dieser Seite nachbarschaft24.net erhalten und bin froh darüber, dass ich doch zu viel Erfahrung im Internet habe, um auf so etwas hereinzufallen. Die Kosten sind nämlich gewaltig: Rund neun Euro pro Monat bei einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren. Bedeutet insgesamt 218 Euro für Inhalte, die überall entweder kostenlos oder sehr viel günstiger zu haben sind. Die meisten dieser Seiten haben sowieso keinen richtigen Mehrwert. Es geht nur ums abmahnen und kassieren.
Die Firma, die hinter dem Angebot steckt, riskierte nun eine Klage gegen eine Berlinerin und verlor. Laut dem Richter ist eine Leistungspflicht der Klägerin nicht erkennbar, so dass die Verpflichtung zur Zahlung eines Entgelts in einem auffälligen Missverhältnis zur Gegenleistung stünde.
Kein Wunder. Sind die zu zahlenden Beträge doch meist irgendwo in den AGBs oder in kleiner Schrift irgendwo auf der Hauptseite versteckt, so dass diese meist gar nicht wahrgenommen werden. So etwas ist in Deutschland verboten und ich wundere mich ziemlich darüber, warum bei einer solchen dreisten Vorgehensweise auch noch ein Gang vors Gericht riskiert wird. Das die Firma verloren hat, war meiner Ansicht nach absehbar…
Heute und in Zukunft raten die Verbraucherzentralen bei ähnlichen Webseiten, Mahnungen oder Mahnbescheiden zu widersprechen und nicht zu zahlen. Wenn der Druck zunimmt, ab zur nächsten Verbraucherzentrale…






Wer sich da einträgt ist selbst schuld. Das Urteil wird allerdings einer ganzen Menge Leute Mut machen.