Ein wichtiges Urteil hat heute die Berliner Justiz ausgesproche. Laut ihrem Urteil, hat die Ausstrahlung der Sendungen “TV Total Wok WM 2006″ und “TV Total Wok WM 2007″ des Senders Pro Sieben gegen das Schleichwerbungsverbot des Rundfunkstaatsvertrages. Für Pro Sieben ist das natürlich ein Desaster. Wenn die “TV Total Wok WM 2009″ keine Sponsorenwerbung mehr enthalten darf ist laut Angaben des Senders fraglich, ob sich die Show noch finanzieren lässt. Schlimmer noch: Auch Veranstaltungen wie die “TV Total Stock Car Crash Challenge” und das “TV Total Turmspringen” stehen damit auf der Kippe, da die Sponsoren und deren Logos ständig im Bild zu sehen sind.
Ich persönlich finde die Entscheidung gut. Auch wenn mir die oben genannten Sendungen stets gut gefallen haben, so sind sie doch so dermaßen mit Werbung vollgepflastert, wie ich es bislang kaum irgendwo gesehen habe. Überall wird der Markenname erwähnt und die Logos gezeigt. Werbung hat ihre Grenzen. Niemand hat was dagegen, wenn normaler Sport gesponsort wird. Wenn das aber so weit geht, dass Sendungen als eine Art Sport zelebriert werden und scheinbar nur deswegen produziert werden um Werbeeinnahmen durch solch penetrante Art zu erzielen, dann ist das für mich persönlich doch zu viel.
(via)






Naja ich weiß nicht, ob das Urteil so gut ist! Ich persönlich mag die TV Total-Events. Im Vergleich zu anderen Sendungen am Samstagabend bieten die Events gute, wenn auch seichte, Unterhaltung. Die Werbung stört mich nicht. Ich habe mich auch noch nie erwischt wie wegen so einem Event bei irgendeiner Marke etwas gekauft habe. Ich fände es jedenfalls ziemlich schade, wenn die TV Total-Events abgeschafft würden.
MfG Roadrunner
Ich weiß nicht ob das wirklich so gut ist. Die Privaten Sender finanzieren sich nun einmal durch Werbeeinnahmen. Sie sind ja nicht in der glücklichen Lage Gelder von den GEZ – Gebühren zu erhalten und irgendwo muss das Geld ja herkommen. Das die öffentlich-rechtlichen ohne Schleichwerbung auskommen müssen ist verständlich und auch richtig, dafür bezahlt man schließlich Gebühren, aber die Privaten brauchen Quellen um sich zu finanzieren.
viele grüße
sven
@Roadrunner: Also weder die Wok-WM noch das Turmspringen dürfte ernsthaft unter unter diesem Werbeverbot leiden. Wie das mit der Stock Car-Geschichte aussieht, weiß ich nicht.
@Sven: Natürlich finanzieren sie sich über Werbung und das soll auch so bleiben. Aber dafür sind die Werbepausen da und da haben die Fernsehsender schon genügend Einnahmen. Wenn tatsächlich eine Dauerwerbesendung geplant ist, dann muss sie auch so gekennzeichnet sein. Zudem gibt es in Deutschland Grenzen für Werbung pro Stunde und seien wir froh, dass es so ist. In anderen Ländern ist das nicht so, da siehst du dann pro Stunde 30 Minuten Werbung und 30 Minuten Programm.
Wer Fernsehen guckt, ist selber schuld ;-) Ich weiß ja nicht, was mich mehr nervt: Stefan Raab oder die Werbung. Aber von der Logik her finde ich das Urteil eher so lala: Pro7 argumentiert ja mit der Bandenwerbung im Fußball, und dem wird entgegnet, dass diese Events unabhängig von der Fernsehübertragung stattfinden würden (was ich irgendwie bezweifle, aber naja). Ich frage mich halt: Was macht es für die Zuschauer für einen Unterschied, ob ein Event unabhängig von der TV-Übertragung stattfindet oder nicht? Warum ist man in dem einen Fall der Meinung, die Zuschauer unbedingt schützen zu müssen und im anderen ist es OK? Da müsste eigentlich eine Richtlinie her, die sich mehr an den Zuschauern orientiert (denn um die geht es ja letztlich, auch in der Argumentation des Gerichts).
@Krissi: Ich glaube es geht hier um die Sportförderung. Und Raab zelebriert die Events wie Turmspringen, Stock Car Racing oder Wok-WM stets als Sport-Events, obwohl sie es eigentlich nicht sind. Genau dahintergestiegen bin ich da auch nicht, aber man muss schon sagen, dass die Werbung bei Raab schon sehr penetrant ist – wenn schon alle Teams die Namen ihrer Sponsoren tragen, einzelne Kurven nach Sponsoren benannt sind…dann geht das meiner Ansicht nach schon etwas zu weit…
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