Die US-Universität “University of California” hat ihre neuesten Forschungsergebnisse veröffentlicht. Demnach ist es den Forschern mittlerweile gelungen, einen Nashorn-Käfer so mit Elektronik zu verdrahten, dass sie seine Bewegungen sowohl an Land wie auch im Flug komplett steuern können.
Um dieses Ergebnis zu erzielen, wurde die Elektronik nicht den bereits erwachsenen Tieren eingepflanzt sondern bereits im Larvenstadium. Dadurch ist gewährleistet, dass sich der Chip und die dazugehörige Elektronik beim Wachstum mit dem Gehirn verbindet und so eine optimale Kontrolle der verschiedenen Bewegungen ermöglicht.

Auf der Webseite der Universität ist ein Online-Video zu sehen, wie der Käfer durch einzelne Aktionen links oder rechts fliegt, wie seine Flügelbewegungen ein- und ausgeschaltet werden. Das Video ist schon etwas älter – dort wird noch eine kabelgebundene Version eingesetzt. Die neue Generation wiegt lediglich 1,3 Gramm. Zusammen mit der Nutzlast von 3 Gramm, die ein Nashorn-Käfer insgesamt transportieren kann, ergeben sich damit restliche 1,7 Gramm, die man für vielfältige Zwecke wie z.B. Sensoren oder Kameras einsetzen kann.
Wer die Borg aus Star Trek kennt, dem dürfte diese Entwicklung sehr bekannt vorkommen. Eine Verbindung zwischen lebendem Gewebe und elektronischen Bauteilen, um ein Individuum so zu kontrollieren, wie man es möchte. Das Militär dürfte sicher hochinteressiert daran sein, die Forschungen weiter zu unterstützen. Da bekommt eine Fliege in der Suppe oder eine Motte im Kleiderschrank eine ganz neue Bedeutung. Grausige Zukunft… (via)






Hmm, sicherlich bietet derartige Technik ein grausames Potential, wenn man es konsequent weiter denkt. Umso wichtiger wird es, hier klare Regeln und Grenzen zu setzen und diese Thematik zu diskutieren.
Ein striktes Verbot solcher Forschungen, wie damals zu Beginn der Genforschung, ist sicher eine Möglichkeit, aber leider eine sehr ineffiziente, da sich gezeigt hat, dass dann meistens trotzdem geforscht wird, entweder im Verborgenen oder in anderen Ländern.
Als vor ein paar Tagen über die Medien die Nachricht vom “geklonten Haustier” ging wurde mir sofort klar, dass dies nur der erste Schritt hin zu einer allgemeinen “Akzeptanz” der Genmanipulation und Klonung ist. Es fängt mit einfachen Dingen an, die die meisten Menschen “gut nachvollziehen” können. Wenn dann irgendwann das erste Mal Embryonen manipuliert werden – natürlich nur der Krankheitsvorbeugung – freut mich sich auch. Es ist ja nicht mehr viel anders wie das mit den Tieren.
Gataca, wir kommen!
Also müssen hier klare Regeln her. Was ist erlaubt, was geht zu weit.
Ich sehe hier nicht nur die negativen Seiten, sondern auch durchaus die positiven Aspekte. Wenn ich da etwa an die Computer in der Romainserie, welche ich gerade lese, denke… ich fände das äußerst reizvoll. Direkte Kommunikation mit einem PC, keine Tastatur, keine Bildschirme mehr. Die Geschwindigkeit, mit der Informationen aufgenommen, verarbeitet und ausgetauscht werden könnten wären genial.
Der erste Schritt in diese Richtung ist sicher über Insekten.
Aber auch Menschen mit Behinderungen könnten sich freuen. Bereits heute gibt es elektronische Gehirnimplantate, die Blinden helfen zumindest ein wenig die Umwelt wieder zu erkennen. Andere Implantate helfen Queerschnittsgelämhten wieder aufzustehenn´, zu laufen, etc.
Auch hier gibt es enorme und beeindruckende Fortschritte.
All dies gehört zusammen… aber auch hier ist wieder die Frage:
Wo ist die Grenze?
Wann wird ein Mensch mit unterdurchschnittlichem IQ als behindert angesehen? Viele Fragestellungen treten hier auf…
umso wichtiger ist es, diese zu diskutieren, darüber nachzudenken und sich auszutauschen.
Der größte Fehler wäre es, sich zu verschließen… denn dann wird die Entwicklung unter Ausschluß der Öffentlichkeit und damit ohne jegliche Kontrolle fortgeführt. Wer weiß, was dann in Frankensteins Laboren entsteht…
So, das war mein “Wort zum Freitag” ;-)
Ich empfehle:
http://www.digitalbrainstorming.ch/db_data/events/warwickcyborg/text05.pdf
oder auch die Gute Alte…
http://www.darpa.mil/ ….
Hihi.
schocken mich nich’, die Technokäfer.
Schön sind ‘se aber auch nicht.