Es geht los. Microsoft startet mit seiner neuen Suchmaschine Bing die größte Werbekampagne, die je für eine Suchmaschine investiert wurde. Die Rede ist von mindestens 100 Millionen Dollar, die Microsoft in die Bewerbung seiner neuen “Entscheidungssuchmaschine” investieren möchte, um so viele Menschen wie möglich davon zu überzeugen, sie zu benutzen. Bing soll endlich aus dem großen Schatten von Google treten und den Menschen helfen, aus dem Wust an Suchtreffern, die für sie richtigen und wichtigen herauszusuchen.

Was aus den Suchtreffern richtig und wichtig ist, entscheidet natürlich das Unternehmen – in diesem Fall Microsoft. Ich persönlich gehöre nicht zu den Menschen, die mit der großen Informationsflut von Google ein Problem haben. Allerdings bin ich auch mit dem Internet aufgewachsen und kenne mich damit ziemlich gut aus. Microsoft hat mit seiner Suchmaschine ganz klar die Menschen im Blick, die sich nicht so gut auskennen und möchte ihnen wichtige Entscheidungen abnehmen, so dass sie schnell zu den gewünschten Ergebnissen kommen.
Der zweite Spot zeigt ein Ehepaar im Bett. Die Ehefrau fragt den Mann, ob er endlich die Informationen gefunden hat, wonach sie ihn gebeten hat. Heraus kommen zwar jede Menge wirre Informationen, allerdings nicht das, was eigentlich wirklich relevant ist. Wir finden heraus: Bing.com hätte alle Informationen kompakt aufbereitet.
Zwei gut gemachte Werbespots für die neue Suchmaschine Bing von Microsoft. Gefallen mir gut.







Ob die Namenswahl jetzt optimal ist, wage ich zu bezweifeln. Irgendwie fehlt mir der Zusammenhang zwischen “Bing” und “Suchergebnis”. Der größte Werbeeffekt wird ja nun mit einem Namen erzielt – hier wurde definitiv Potential liegen gelassen.
Die Ergebnisse sind recht ordentlich – aber auch hier muss man sich natürlich die Frage stellen ob das alleine ausreicht um den Marktführer anzugreifen. Die richtige Innovation, die den suchenden zu Bing wechseln lässt fehlt mir – oder ich habe Sie einfach noch nicht gefunden.
Ich bleibe weiter bei Google. Aber Werbespot 1 finde ich echt nicht schlecht. Bing werde ich weiter beobachten lol…
@Optimum: Ich denke der Name ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig. Aber das ist Google ja auch. Da wird also der Gewöhnungseffekt greifen. Vor 10 Jahren hätten wir ja auch nie gedacht, dass wir nach etwas “googeln” würden ;-)
@Nila: Da gehts dir so wie mir. Der Werbespot ist gut, ich werde mir Bing anschauen aber Google bleibt momentan meine erste Wahl.
Also ich habe BING bisher noch nicht genutzt, aber werde es mir mal anschauen und ausprobieren bei meinen nächsten Suchen im WorldWideWeb! :D
Die Namenswahl finde ich ganz gut, assoziere damit sowas wie: Gefunden = BING = Licht aufgegangen! ;)
Beide Spots finde ich nicht gelungen. Aber sie passen eben zu Microsoft. =)
Ich hab mittlerweile einen Ohrwurm von dem “Bing” am Ende des Werbespots. (das prägt sich schnell und vor allem gut ein)
Ich hatte in meinem Blog auch bereits über Bing und die Werbespots berichtet. Die Videos sind ja auch echt ganz gut gemacht, nur denke ich wird Bing Google nicht überhohlen können.
Hallo also ich finde den namen gar nich so schlecht Bing lässt sich schnell merken und ist auch schnell im Browser einzugeben daher finde ich der name ist schon wohl überlegt gewählt.
Ich schätze Bing wird google sichlich nich überholen aber es wäre ja schon nicht schlecht für Microsoft ein paar einteile mehr zu haben…
Gruß Sven
[...] den neuen Suchdienst starten würde. Bei meiner weiteren Bing-Recherche im Web bin ich auf dem Meetinx-Blog von Alper Iseri schon auf die ersten Werbespots von Bing gestossen. Es wird geredet über ein Werbebudget für die [...]
Die Spots sind Klasse und Bing an sich auch. Ich finde das ganze absolut gelungen und sehe in Bing den ersten wirklich ernsten Gegner von Google.
Vor allem BING sehe ich als absolut guten Namen und auch das schnelle “Bing” am ende der Spots ist extrem einprägsam und zukunftsfähig. So wie man heute noch ständig “…das muss ich schnell googeln” sagt, so kann ich mir schon auch ein kurzes “…Bing…” sehr gut vorstellen.
Wird sehr spannend werden. “Bing” gleich wieder abzuschreiben halte ich für einen großen Fehler.
@MF: Einen ernsthaften Gegner von Bing sehe ich aktuell noch nicht. Es ist eine gute Sache aber noch immer nichts so dermaßen revolutionäres, dass ich ab sofort Bing anstatt Google benutzen würde. Abschreiben sollte man das Projekt definitiv nicht aber es jetzt schon in den Himmel loben werde ich auch nicht. Einfach mal beobachten…und mal schauen, was kommt :-)
[...] zu können. Ich bin nicht der Meinung, dass Bing das bieten kann. Da helfen auch keine Werbespots und keine Klingeltöne. Es wird viel geschimpft auf Google, aber dennoch scheint die Masse eher [...]
Liest sich richtig komisch, plötzlich mal positive Kritik über Microsoft, wo doch alle dauernd auf Windows herumhacken.
Ich selber habe mir Bing heute genauer angeschaut (natürlich vorher auf USA-Englisch umgestellt) und muss sagen, dass mir vor allem die Video-Vorschau und das Suchen nach passenden Hintergrundbildern gefällt. Jedoch kann ich mich nicht mit dem Gedanken abfinden, dass Microsoft so offensichtlich die Suchergebnisse manipuliert. Einfacher Vergleich: Mal “google” und einmal “microsoft” bei bing.com eingeben.
Daher bleibt meine erste Wahl weiterhin google.de.
@Leo: Microsoft hat sich mit der neuen Suchmaschine Bing große Mühe gegeben und das merkt man auch deutlich. Auch, wenn mir nicht alles gefällt was dort zu sehen ist, ist es doch ein großer und wichtiger Schritt nach vorne. Und man mag zu Google stehen, wie man möchte. Ein Unternehmen, welches in Deutschland über 90% des Marktes beherrscht ist niemals gut für Innovation, Datenschutz und Freiheit insgesamt. Ich hoffe, dass das Unternehmen auch in Zukunft einiges an Konkurrenz bekommen wird.
Hmm,
grundsätzlich begrüße ich Konkurenz natürlich, aber so lange die Suchergebnisse derart miserabel sind…
Kleines Beispiel:
Ich habe einmal nach meinem eigenen Projekt gesucht und dabei verschiedene Keywordkombinationen und Suchphrasen verwendet. Ausnahmslos listete BING zunächst einmal irgendwelche de-Domains manchmal auch eu- und com-Domains. Viele dieser Domains haben nur Müll oder Platzhalter, aber keinen echten Inhalt – Themenrelevanz gleich Null.
Suchende werden über Bing erst langsam zum gewünschten Ergebnis finden.
Bei Google dann der Vergleich:
Mein Projekt Ausnahmslos auf Platz 1-2 der Ergebnisseiten.
Ich habe nun natürlich nicht die Zeit hier massive Tests zu fahren, aber für mich kristalisiert sich hier ein fundamentales Problem heraus:
Google hat inzwischen über ein Jahrzehnt Erfahrung mit Suchalgorithmen sammeln können und hat seinen Index stetig verbessert. Microsoft ist hier massiv ins Hintertreffen geraten. Zwar kommt der Hauseigene Livebot etwa 3x so häufig wie der Googlebot vorbei, dumm nur, dass trotzdem nicht ordentlche Ergebnisse entstehen.
Ich habe mal wieder das Gefühl, dass M$ hier deutlich zu viel Geld ins Marketing und deutlich zu wenig Geld in die eigentliche Suche gesteckt hat.
Dabei könnte genau das eben die Wende bringen:
Besser sein wie google – wir leben in einem Zeitalter, in dem Zeit Geld ist. Derjenige, der Informationen als schnellstes liefert, wid sich auf Dauer durchsetzen…
@Andre
Das hört sich so an, als ob Bing nur schlecht ist, weil Du nicht auf der Pole Position stehst??
Also bei einigen Suchen habe ich schon ziemlich gute Ergebnisse gesehen, vor allem nicht die selben wie bei Google. Un das begrüße ich. Google kategorisert immer mehr auch Suchworte einschließlich Synonymen. Daher nutze ich für Alternativen nun Bing!
@Jürgen: Ich glaube, dass Bing durchaus noch an der Relevanz seiner Ergebnisse arbeiten muss. Bislang sind die Seiten nicht wirklich themenrelevant. Aber das kann (und muss) sich noch ändern.