Manchmal frage ich mich ja, was einige Werbeleute so geraucht oder genommen haben, um die eine oder andere Werbung zu veröffentlichen. Nun kann man ihnen ja nicht wirklich böse sein. Kreative haben meistens ausgefallene Ideen, die teilweise zu hart oder zu “krank” sind, um sie dem breiten Publikum vorzustellen. Wenn dann jedoch die Verantwortlichen solch eine Werbung dann auch noch freigeben, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.
Die Agentur DDB in Berlin hat eine Kampagne für Lokalisten.de veröffentlicht, die es in sich hat. Unter anderem wird mit der Todesstrafe durch Erhängen geworben. Die scheinbar logische Geschichte dahinter: Man weiß nie wo, man weiß nie wann – ein Freund kann einem überall begegnen und einem helfen. Und so hat die Geschichte hier denn auch ein scheinbares Happy End. Der Hauptdarsteller wird durch den Henker gerettet und die anderen Opfer, wohl keine Mitglieder von Lokalisten.de, baumeln tot an ihrem Strick. WTF!!! (via Coloribus)
Update: Wie turi2 berichtet, ist der Hauptgesellschafter SevenOne Intermedia (ProSieben.Sat.1-Gruppe) sehr schockiert über diese Kampagne. Laut dem Unternehmenssprecher hätten die Lokalisten den Entwurf der Werbeagentur DDB Berlin bis gestern nicht einmal gekannt. Scheinbar habe die Agentur kein explizites Mandat gehabt sondern sei von sich aus aktiv geworden. Die Agentur wurde laut dem Bericht von turi2 umgehend abgemahnt.







Mal abgesehen von der schlechten Umsetzung ist die Idee wirklich ein Griff ins Klo.
@Nicolai – das ist aber mal äußerst milde ausgedrückt…. Schließe mich Deiner Meinung voll an.
Hallo,
sorry, aber mit solch einer Geschmacklosigkeit hat ja wohl sowohl Lokalisten wie auch die Werbeagentur ziemlich fies neben die Tüte gekotzt !
Grüße, Andi
alter schwede, dass ist ja mal die miesest werbung was ich je gesehen habe… armutszeugnis würde ich sagen! :-D
glg°°
@Nicolai: Gibt ja noch einige weitere Motive. Die sind nicht ganz so krass, aber auch ein wenig krank. Aber diese Werbung ist doch wirklich verrückt.
@Anja: Mal schauen, ob sie die Werbung zurückziehen oder zumindest Stellung dazu nehmen.
Völlig geschmacklos. Und ohne Deine Erläuterungen hätte sich mir der “Sinn” dieser Werbung nicht erschlossen. Das wiederum kann ja nicht der Sinn einer Werbung sein. Tzz …
LG Silvi
[...] Werbung: Lokalisten wirbt mit Todesstrafe durch den Strick Manchmal frage ich mich ja, was einige Werbeleute so geraucht oder genommen haben, um die eine oder andere Werbung zu veröffentlichen. Nun kann man ihnen ja nicht wirklich böse sein. Kreative haben meistens ausgefallene Ideen, die teilweise zu hart oder zu “krank” sind, um sie dem breiten Publikum vorzustellen. Wenn dann jedoch die Verantwortlichen solch eine Werbung dann auch noch freigeben, dann verstehe ich die Welt nicht mehr. meetinx [...]
die idee ist super ihr neider!
das Ziel ja nicht verfehlt …man disputiert fleißig …
Ist Fake, oder?
@Blub: Also bei Coloribus habe ich bislang keinerlei Fake-Werbung entdeckt. So abstrus ist die Werbung dann nicht, dass sie ein Fake sein sollte. Sie ist einfach nur Scheiße *g*
Ihr habt wirklich keinen Humor! Wo bitte ist denn da die angebliche Werbung für die Todesstrafe. Nun macht aber mal halblang …
@Na-Ja: Kennst du den Unterschied “Wirbt mit Todesstrafe” und “Wirbt für Todesstrafe”? Ja? Dann herzlichen Glückwunsch ;-)
Für so Web-2.0-Geblubber wie die Lokalisten gibt es keine schlechte Werbung. Alleine dass diese Werbung es wohl durch die Blogosphäre schaffen wird, zeigt, wie gut die Werbung gelungen ist, und bringt den Lokalisten wohl mehr ein, als jede geschmackvolle Werbung. Also das Beste was man machen kann: Nicht drüber reden, und hoffen, dass keiner es mitkriegt.
Ich weiß gar nicht, ob das so beabsichtigt war Christoph. Hast du dir mal die beiden anderen Poster angesehen? Die sind jetzt auch nicht brilliant aber absolut in Ordnung. Nur dieses hier war ein Griff ins Klo…bzw. an den Strick ;-)
Die Werbung ist doch super – provokant, viral, witzig und ne Message. Ich würd sagen die Werbeagentur hat gute Arbeit geleistet.
dieses “lokal” betrete ich nicht: braune gesellen mit todesstrafe
[...] jetzt das hier… Das süddeutsche Netzwerkportal lokalisten.de lässt vermutliche Nicht-Mitglieder mal am [...]
Schmunzeln musste ich schon.
gab es mal eine Werbung mit Tom und Jerry?
@freepuke: Ich weiß nicht. Nicht jede Idee muss veröffentlicht werden. Die anderen Veröffentlichungen mit den Kanibalen oder dem Banküberfall sind ja noch in Ordnung aber unbedingt die Todesstrafe für sowas auszuwählen? Und am Schluss wird der Rest gerettet und die Nicht-Lokalisten verrecken am Strick? Das ist zu krass…
@carnationberlin: Also “braune Gesellen” finde ich überhaupt nicht angebracht. Schlechte Umsetzung ja, aber ich glaube nicht, dass da böser Wille dahintersteckt.
@nexuslex: Also die Werbung von Tom & Jerry, an die ich mich erinnere, war meiner Ansicht nach überhaupt nicht schlimm. Hier ein Beispiel dafür: Werbung für den Opel Corsa.
das ist einfach nur geschmaklos
[...] den Kontakteknüpfern von XING haben nun auch die TV’ler von ProSiebenSat.1 ihren eigenen Werbeskandal. Letztere haben jedoch gegenüber XING den Vorteil, an Negativschlagzeilen gewöhnt zu [...]
Also kreativ ist es ja, das muss man zugeben. Aber ich finde es doch etwas grenzwertig. Das Thema “Es ist gut, Freunde zu haben” hätte man sicherlich auch irgendwie anders kommunzieren können. Aber hey, es klappt doch! Man spricht drüber :-)
@Redscreen: Sehe ich genauso.
@Kristin: Das es nicht kreativ ist, sagt ja auch niemand. Und sicher spricht man jetzt darüber. Aber man hat auch über das XING-Debakel gesprochen. Gut ist so etwas für ein Unternehmen meiner Ansicht nach überhaupt nicht.
Der Galgenhumor der Lokalisten…
Xing wirft für ein Online-Spiel die Menschen aus dem Hochhaus, und die Community der Lokalisten lässt sie gleich am Galgen baumeln. Menschenverachtende Werbung für ein bisschen Buzz hat seit den Vegetarier-Spots von StudiVZ offenbar Trad…
Wie kann man auch bloß auf die Idee kommen, Werbung ausgerechnet einer Werbeagentur zu überlassen …
[...] hat einen handfesten Skandal ausgelöst. Ein Werbebanner des Netzwerks von ProSieben.Sat.1 ist wohl ein wenig weit über das Ziel hinaus geschossen und hat die Betreiber gegen die Werbeagentur aufgebracht. Das Banner ist aufgebaut wie ein Comic, [...]
[...] Meetinx bin ich über eine Werbekampagne (hier bei Coloribus) der Lokalisten gestolpert, die das Potential [...]
Was mich nur wundert ist, dass so wenig über die gestalterische Umsetzung gesprochen wird. Meines Erachtens werden da nur wieder Stereotypen bedient (zB. bei dem Plakat mit den Kannibalen, “in Afrika kommste auch heute noch in den Topf”), und zwar schlecht.
Solch eine Werbung als “OK” zu bezeichnen, oder nicht zu verurteilen zieht einen Rattenschwanz an noch geschmackloseren Anzeigen/Motiven/Whatever nach sich. Das ist nunmal so.
Schlechte Publicity ist auch Publicity…
In diesem Falle aber absolut geschmacklos – und vor allem nicht “witzig”!
sie zeigt doch wirkung! und darum geht’s doch u.a….
Genau das habe ich mit meinem Kommentar gemeint. Egal, wie es Aufmerksamkeit erregt – Hauptsache es erregt Aufmerksamkeit.
Das diese Werbung panne ist, mal beiseite gelassen…
Aber welchen Grund gibt es für die Abmahnung?
Irgendeine Werbe-Agentur ergreift Initiative und präsentiert eine mögliche Werbung.
Dafür kann man wirklich abgemahnt werden?
*grübel*
Klar das auch negative Werbung auffallen kann, aber wiegt es den möglichen Imageschaden auf? Ich denke mal nicht, zumal sich der Vorfall einreihen wird in StudiVZ´s Videos mit den an Schweine verfütterten Vegetariern und dem in den letzten Tagen erst passierte Werbegau mit XING, wo man geschasste Mitarbeiter mit einem Fallschirm vor dem sicheren Tod retten sollte, da diese aus Verzweiflung aus den Fenstern eines Hochhauses sprangen.
Und ganz im Ernst. Ich persönlich finde die Kombination einer morbiden Werbung in der Art der alten Kolonialzeichnungen mit anscheinend farbigen Akteuren ziemlich grenzwertig. Keine Sorge ich bin mehr als locker. Aber aus Sicht eines Unternehmens oder Agentur finde ich das mehr als dämlich.
[...] Alper Iseri versteht die Welt nicht mehr, weil er findet, dass Todesstrafe, Lokalisten.de und „It’s good to have friends” nicht in ein Werbe-Konzept passt. [...]
[...] “It’s good to have friends”, wer also Freunde hat wird gerettet. Auch hier hagelt es nun Protest. Angeblich hat die beauftragte Werbeagentur eigenmächtig gehandelt, nach eigenen Angaben hatte die [...]
Mittlerweile scheint klar, die Entwürfe hätten nie veröffentlicht werden dürfen. Aber offensichtlich ist das Konzept so weit gediehen, dass die Agentur die Strips als mögliches passendes Konzept für den Kunden in Betracht gezogen hat. Schon erstaunlich. Die Botschaft der widerlichen Stories ist nämlich nicht nur „It’s good to have friends”, sondern auch, dass man auf dem beworbenen Portal Henker, Kannibalen und Gangster treffen kann. Welches Verständnis hat eine Agentur von ihrem Kunden, wenn sie diese Aussage ernsthaft in Betracht zieht?
Vielleicht ist es wirklich der verzweifelte Versuch Resonanz zu erzeugen, aber dann haben die Beteiligten dem Viral-Marketing-Getue nur einen Bärendienst erwiesen.
Die Werbung ist gut, witzig, kreativ und erfüllt ihren Zweck und ihr seid humorlose Heuchler!
[...] Quelle [...]
[...] Lokalisten werben mit Todesstrafe – meetinx [...]
[...] HORIZONT.NET im Zusammenhang mit der Lokalisten-Kampagne sofort auf mich verlinkt hatte, ist diese Verlinkung und auch Erwähnung bei W&V [...]
Ich bin der Meinung dass hier klar über das Ziel hinausgeschossen wurde. Es ist sehr makaber. Es gibt sicherlich viele Möglichkeiten, wie man demonstrieren kann, dass es ist gut ist Freunde zu haben.
Also.. ich persönlich finde es nicht so schlimm wie es von allen hier dargestellt wird.. ob man das mit den freunden jetzt anders herausbringen hätte können, sei dahingestellt.
aber ein bisschen mehr humor liebe leute.. nicht immer alles gleich soo schlimm sehen. in einer welt wie wir sie heute haben..!
naja das ziel wurde zumindest nicht verfehlt. man diskutiert drüber und die, die es nicht kennen gehen mal auf die internetseite um zu schauen was sich dahinter verbirgt und werden evtl mitglied…
erinnert mich ein bisschen an die werbung eines bestattungsunternehmens in der u-bahn “kommen sie doch näher” und dabei fällt man dann auf die gleisen…
schwarzer humor…
“Was mich nur wundert ist, dass so wenig über die gestalterische Umsetzung gesprochen wird. Meines Erachtens werden da nur wieder Stereotypen bedient (zB. bei dem Plakat mit den Kannibalen, “in Afrika kommste auch heute noch in den Topf”), und zwar schlecht.
Solch eine Werbung als “OK” zu bezeichnen, oder nicht zu verurteilen zieht einen Rattenschwanz an noch geschmackloseren Anzeigen/Motiven/Whatever nach sich. Das ist nunmal so.”
Kann mich diesen Worten nur anschliessen.
Geschmack ist Ansichtssache und (gute) Werbung emotional. Manches geht allerdings zu weit. Um jeden Preis Aufsehen zu erregen ist nicht nur pietätlos, sondern auch nicht unbedingt dem Unternehmen das diese Art Werbekampagne bucht zuträglich. Ich habe allerdings auch schon Menschen kennengerlernt, denen jedes Mittel Recht ist um medial präsent zu sein. Sagen wir in diesem Fall mal so:
Weniger wäre mehr gewesen, man wundert sich allerdings schon.
Auffallen durch Umfallen!!
Die Methode ist schon sehr pubertär.
Ich finde es einfach geschmacklos.