Die italienische Firma Sisal verdient ihr Geld durch Glücksspiele. Aktuell hat das Unternehmen eine Print- und Online-Kampagne veröffentlicht, um auf den vorsichtigen Umgang mit Glücksspielen aufmerksam zu machen. Die verschiedenen Motive zeigen typische Situationen, die Spaß machen, aber die auf eine besondere Art und Weise übertrieben wirken. Und genau wie beim Glücksspiel auch, kann man es eben übertreiben.

Ich selber sehe solche Kampagnen immer mit gemischten Gefühlen. Einen wirklich Süchtigen oder Suchtgefährdeten wird solche Werbung nicht davon abhalten, sein Vermögen in solchen Läden oder generell solchen Glücksspielen zu lassen. Gleichzeitig wird kaum ein Unternehmen, dem auffällt, dass ein Mensch Tag für Tag tausende von Euros lässt, auf einmal ein Hausverbot erteilen oder einen Arzt rufen, weil eine Suchtgefahr gesehen wird. Letztendlich geht es doch immer um Kohle und sonst nichts. Von daher kann ich solche Kampagnen eigentlich nur als einen schlechten Scherz beurteilen. Das gilt nicht nur für diese hier in Italien sondern natürlich auch die Hinweise, die beispielsweise LOTTO oder ähnliche Glücksspiele ganz klein unter ihren Werbespots zeigen oder mal ganz schnell im Radio aufsagen. Gut gemacht ist die Kampagne von Sisal aber dennoch ;-)

Playing is fun if you don’t push it too far.
Every game has its specific rules, but there is one specific rule for every game: knowing when to stop. Excess can ruin everything, even the most innocent games.






Ich fand den Spot richtig gut. Spielsucht wird hierzulande absolut unterschätzt… Siehe World of Warcraft. In den nächsten Jahren wird es sicherlich Einrichtungen geben, die sich auf die Computer- und Internetsucht spezialisiert haben.