Wie macht man als kleine Agentur, die noch nicht den Sprung in die wirklich großen Aufträge geschafft hat, auf sich aufmerksam? Man bastelt eine schöne virale Kampagne, sorgt dafür, dass sie in aller Munde ist und generiert dadurch hoffentlich positives Feedback. Im allerbesten Fall schafft man natürlich einige Aufträge möglichst guter und großer Kunden. Wie ich auf rebel:art gesehen habe, läuft gerade jetzt ein Viral der Agentur gebrauchsgrafikundso. Die pinkeln mit einer crossmedialen Kampagne mit dem Namen Whothefuckis gerade einigen Agenturen kräftig ans Bein.

Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von rebel:art
Lieber Holger, lieber Jean-Remy, Ihr habt mich zu einem zynischen Trottel, der sabbernd im Supermarkt steht, gemacht. Euer Trojanisches Pferd hatte sich in mein Gehirn eingenistet und ich bin zu Eurem Pawlowschen Hund geworden: Ich las Bild, leaste bei Sixt und aß Duplo. Ich war Deutschland – und Ihr ward die Werberstars. Doch endlich hat das Soma seine Wirkung verloren! Es ist vorbei – zu viel Macht, zu viel Erfolg, tut eben selten gut. Und jetzt seid ihr matt statt jung. Und Deine Friends? Die machen´s auch nicht besser: Versuchen sich als Springer und landen doch nur noch im Schachmatt. Es ist Zeit für einen Neubeginn, für neue Büros, neue Kreative, neue Ideen und neue Werbung! Wir wollen Euch nicht mehr kennen – ihr seid die letzten Überbleibsel einer vergangenen Zeit. Wir sind der Pawlowsche Hund, der sich aus Eurem Versuchslabor befreit hat und wir sind verdammt hungrig! Deine Alice
Zumindest sorgt sie in einigen Bereichen gerade für einiges an Diskussionsstoff. So wird aktuell bei rebel:art darüber diskutiert, ob die Kampagne nicht vielleicht von JvM selber lanciert wurde. Ich glaube jedoch, dass es sich um ein schönes Viral handelt, mit dem JvM mal ausnahmsweise nichts zu tun hat. Ich glaube, sie gehen ziemlich humorvoll damit um, wie ein Bild im Facebook-Profil von Jung von Matt auch zu zeigen scheint.







Ich finde es ja immer besonders bemerkenswert, wenn solcherlei Schreibwerke immer mindestens einen – gewollt oder nicht – üblen Rechtschreibfehler enthalten. Die Gefahr, dass sich diese durch Nachahmung dann noch weiter verbreiten ist relativ groß.
Daher juckt es mich immens im obigen Zitat das winzige Wort “ward” lesen zu müssen – Link zu korrekturen.de.