Wow – das es dazu mal kommen sollte, hätte ich eigentlich nie erwartet: Die Zeitschrift Tomorrow wird wohl ab sofort eingestellt.Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie die Zeitschrift 1998 auf dem Höhepunkt des damaligen Internetbooms auf den Markt kam. Ich hatte die Zeitschrift abonniert und war wirklich davon angetan. Scheinbar nicht nur ich. Laut IVW lag die Auflage alleine 1999 und 2000 bei über 300.000 Stück. Wow – das ist mal eine richtig große Zahl. Nach dem Platzen der Dotcom-Blase ging es dann immer weiter zurück, bis zum letzten Jahr 2008. Dort waren es nur noch rund 12.000-15.000 Hefte im Einzelverkauf.
Irgendwie schade, aber die Zeit bleibt nicht stehen und die Zeitschrift Tomorrow war schon lange nicht mehr auf dem Zahn der Zeit. Man muss gerade bei Printtiteln darauf achten, mit der Zeit zu gehen. Und Tomorrow ist da leider stehengeblieben. Schade eigentlich. Bye Tomorrow…






Sollte es eine Nachfolgezeitschrift geben, so wird die wohl “The Day after Tomorrow” heissen ;-).
*hahaha* Stimmt, könnte sein
Ich würde mich ja freuen, wenn es diese Zeitschrift http://www.programm-magazin.de/index.php?id=4 tatsächlich bis in die Produktion schaffen würde.
Und was geschieht mit meinem Abo? :(
Ich hab das Abo zum Geburtstag im Oktober erst geschenkt bekommen …
@Marja: Ich glaube, solch qualitativen Zeitschriften haben es in einer solch schnelllebigen Welt wie dem Fernsehprogramm kaum Chancen. Schade zwar aber ich kann die Verlage verstehen…
@Florian: Denke mal, du bekommst ein Ausgleichsabo angeboten oder kriegst halt das Geld zurück.
Ich habe den gleichen Eindruck und kann mich gut an das Erscheinen der Zeitschrift erinnern. Ein richtiger Hype war ausgebrochen und das lesen der Tomorrow gehörte dazu. Doch irgendwann ging es stetig abwärts und ich verlor die Lust – vieles war auch durch das Internet schon bekannt. Was sicherlich auch darin begründet sein mag, dass das Magazin von seinen eigenen Themen überholt wurde. Ich find’s auch schade.
Neues zum Thema “Programm”:
“Liebe® PROGRAMM-Abonnent(in),
bald fünf Monate ist es her, dass wir „PROGRAMM. Magazin für Fernsehen und
Kultur“ mit einer Website öffentlich machten und dazu aufriefen, ein „Abo
“ abzuschließen. Sie hatten sich für das Projekt interessiert, und daher
möchten wir Sie heute gerne über den Status Quo informieren.
Zunächst das Positive: Die Resonanz auf PROGRAMM und die Abo-Aktion übertraf
alle Erwartungen. Mehrere Tausend Menschen besuchten die Website, viele
entschieden sich für ein „Abo“, schrieben uns Mails und Briefe oder
diskutierten über unsere Idee in diversen Foren. Eine kleine Auswahl dieser
– meist begeisterten – Reaktionen kann man sich auf unserer Website
anschauen: http://www.programm-magazin.de/index.php?id=71
Auch die Medien wurden auf die Aktion und das Magazin aufmerksam. Es
erschienen zahlreiche Artikel in Zeitungen (u.a. FAZ, taz, Frankfurter
Rundschau) und Branchenmedien (u.a. Meedia, journalist, Horizont). Das war
auch das Ziel unserer Aktion, da wir uns davon erhofften, dass wir auf
diesem Weg vielleicht doch noch das Interesse eines Verlages oder eines
Investors wecken könnten.
Diese Strategie ging insofern auf, als dass in der Branche diese Idee
durchaus neu diskutiert und überdacht wurde. Wir führten zahllose Gespräche,
bekamen auch hier viel positives Feedback und prüften neue Optionen: Könnten
wir die Zeitschrift vielleicht im Selbstverlag auf den Markt bringen? Welche
Partner könnten wir dafür gewinnen? Oder sollte man nicht zunächst einmal
online starten?
Schließlich zeigte sich jedoch, dass wir ohne Verlag bzw. ohne Startkapital
ein solches Projekt nicht stemmen könnten, wenn wir unserem eigenen Anspruch
an ein qualitativ hochwertiges TV- und Kultur-Medium gerecht werden wollten.
Und weder Investoren noch Verlage ließen sich letztlich überzeugen. Womit
wir beim Thema „Krise“ wären, die bekanntlich auch die Verlage hart
getroffen hat.
Der Geschäftführer eines Verlages, der großes Interesse an PROGRAMM hatte,
sagte uns kürzlich, dass er nicht an den Erfolg eines solchen Magazins
zweifeln würde. Doch in der heutigen Zeit, in der Anzeigenerlöse regelrecht
einbrechen und daher eine Zeitschrift nach der anderen eingestellt werden
müsse, wäre es einfach Wahnsinn, ein Magazin wie PROGRAMM auf den Markt zu
bringen. Nächstes Jahr? Vielleicht. Je nach dem, wie sich der Markt
entwickelt.
Soviel zum Status Quo. Ob das jetzt nur ein Zwischenbericht war oder doch
bereits der Abschlussbericht, wird die Zeit zeigen. Möglicherweise meldet
sich jener Geschäftsführer ja wirklich, wenn es wieder aufwärts geht.
Möglicherweise findet sich auch in der Zwischenzeit noch ein mutiger
Verleger, der gerade jetzt in der Krise darauf setzt, mit einem neuen und
ganz anderen Produkt Leser wie Anzeigenkunden zu überzeugen. Und
möglicherweise klingelt auch morgen ein Investor bei uns an, um uns den
Start selbst zu ermöglichen.
Wenn es soweit ist, werden wir Sie darüber auf dem Laufenden halten.
Martin Schmitz-Kuhl
Christian Sälzer
Andrea Ruhland (Grafik)
Büro Schwarzburg
Lenaustraße 72
60318 Frankfurt
Telefon: 069 / 596 743-36 oder -37
Fax: 069 / 596 743-61
http://www.programm-magazin.de
http://www.glotzilla.de “